Nachtrag 17. November 2011:
Einer muss immer das letzte Wort haben. Auf meinem Blog bin ich das. Jemand von der Smart-Agentur InterOne oder seinem Umfeld meint, die Kommentarfunktion sei fürs Trollen gedacht. Dem ist aber nicht so. Als ausgewiesene Online-Experten sollte man wissen, dass man überall seine IP-Adresse hinterlässt. Wenn man also anderer Meinung ist als ich, sollte man nicht so lange herumpöbeln, bis ich die IP-Adresse und den Absender veröffentliche. Nur so als allgemeine Verhaltensregel in Blogs. Die Smart-Geschichte ist für mich hiermit erledigt. Damit meine ich, dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden soll. Alle weiteren Kommentare des anonymen Trolls aus Berlin werden gelöscht.
Nachtrag 16. November 2011:
Die Wogen scheinen sich zu glätten, nachdem sie ganz schön aufgetürmt sind (siehe z. B. Kommentare unter diesem Eintrag). Die Friedensverhandlungen laufen und gestalten sich hoffnungsvoller als die im Nahen Osten. Immerhin.
Originalartikel:
Vielleicht liegt es an der fehlenden Rückbank. Vielleicht aber auch an fehlendem Hirnschmalz. So oder so, mit einem an sich netten Gewinnspiel auf Facebook hat Smart Deutschland es geschafft, Kinder in Not zu beleidigen, engagierte Helfer zu verärgern und viel mehr Gegner zu gewinnen als neue Freunde.

Die Geschichte dazu ist schnell erzählt: Vor einiger Zeit fragte Roman vom Millionentausch verschiedene Pkw-Hersteller, ob sie bereit wären, einen Neuwagen gegen die Ägyptenreise zu tauschen. Wie auch zahlreiche andere Hersteller schickte Smart eine höfliche Absage. Allerdings wurde Roman auf ein Gewinnspiel aufmerksam, das Smart auf Facebook veranstalten wollte. Dort konnte man ein Smart ForTwo für 99 Euro gewinnen – also der Gewinner sollte die Möglichkeit bekommen, den Smart für 99 Euro zu kaufen. Im darauffolgenden Fotowettbewerb setzten sich fünfzig Bilder durch, die danach von einer Jury gesichtet wurden. Schon da gab es einige Ungereimtheiten, da die Wettbewerbsregeln teils nicht eingehalten wurden und es zusätzlich Probleme bei der Stimmabgabe gegeben haben soll. Jedenfalls kürte die Jury ein hübsches Bild zum Sieger, aber eben nicht das von Roman. Bis hierher ist alles in Ordnung. Zwar schade, aber das Siegerbild ist wirklich schön und hat es verdient.
Nun aber lobte Smart Trostpreise für drei weitere Beiträge aus. Auch Romans Bild sollte einen Trostpreis bekommen. Ich kenne Roman und halte ihn für einen bedachten, geduldigen und verständnisvollen Menschen. Er ist niemand, der schnell ausrastet, cholerisch herumspringt und Leute schlägt. Wenn dieser Roman also sauer wird, dann hat das einen triftigen Grund. So einer kann sein, das soziale Engagement einiger kleiner Fische, die nie Tennis gespielt, geboxt oder irgendeinen Scheiß moderiert haben, zu ignorieren. So einer kann sein, trotz klarer Befürwortung der Mehrheit einen anderen Beitrag zum Sieger zu erklären. Aber so einer darf nicht sein, ein Projekt für misshandelte Kinder und Gewaltprävention ins Lächerliche zu ziehen. Genau das haben die Marketingmenschen von Smart getan. Indem sie einerseits sein soziales Engagement loben (es aber nicht unterstützen), aber gleichzeitig Mitte November jemandem, der sich von zwei Steinen zu einer einwöchigen Luxus-Ägyptenreise hochgetauscht hat, zwei Werbe-Sonnenliegen anbieten und schreiben, diese wären „bestimmt zum Tauschen brauchbar“ (sic!).

Aus Marketingsicht könnte ich hier schon etliche Punkte anführen, wieso das ein absolutes Desaster für die Marke ist. Es wäre ein Einfaches gewesen, „ausnahmsweise“ einen weiteren Smart zu spendieren. So wären alle glücklich gewesen und hätten Smart als warme, menschliche Marke wahrgenommen, die sich wirklich Gedanken um ihre Kunden macht. Und es hätte nicht einmal besonders viel gekostet. Die Smart-Fahrer von heute sind vielleicht die Mercedes-Fahrer von morgen. Ein wenig Investment hätte sich gelohnt. Oder wo genau hätte das Problem gelegen, stattdessen einen 99-Euro-Gutschein für Amazon springen zu lassen, passend zum Thema? Wäre nicht viel gewesen, aber doch nicht so ungeschickt wie zwei Werbeartikel, die auch noch null in diese Jahreszeit passen. Stattdessen haben sie damit über 1000 Millionentausch-Freunde (so viele erreicht Roman inzwischen mit einem einzigen negativen Posting über Smart) verprellt. Darunter sind viele, die mit der Stiftung Hänsel+Gretel zu tun haben und tagtäglich mit missbrauchten und/oder misshandelten Kindern zu tun haben. Muss das alles für sie nicht klingen wie Hohn? Was ist von einer Marke zu halten, die so wenig Sensibilität beweist bei einem so eindeutigen Thema wie Kindesmissbrauch?
Ich für meinen Teil bin von Smart schwer enttäuscht. Weil die Marke gezeigt hat, dass sie nur eine Marke ist – und die Idee der sozialen Medien definitiv nicht verstanden hat. Und was die fehlende Rückbank angeht: Ist doch prima für die Marketingexperten bei Smart. So müssen die Kinder nicht mitkommen, und die asozialen Erwachsenen können schön unter sich bleiben.

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Und Sie (ja, Sie und nicht Du – eine Frage der Erziehung) sollten sich einfach mal im Griff haben. Natürlich reizt es Sie, sich nach einer Schelte anonym zu wehren. Aber leider habe ich sehr wohl Ahnung davon, und das wüssten Sie, wenn Sie ein regelmäßiger Besucher meines Blogs wären. Übrigens verstehe ich auch, wieso Sie Ihren mäßig lesenswerten Satz mit keinem einzigen Argument untermauern. Es gibt einfach keins. Schade für Sie.
Nachtrag: Durch die IP-Adresse weiß ich jetzt, wer Sie sind. Ich kann nur raten: Lassen Sie das. Benutzen Sie Ihren privaten Rechner für so etwas. Als Online-„Experte“ sollten Sie das wissen.
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Information: k., der es nicht lassen kann, mich anonym zu beleidigen, benutzt die statische IP 194.64.20.21 von BBDO/InterOne Berlin. Diese Agentur betreut Smart – kein Wunder also, dass ihm meine Meinung nicht passt. Lieber k., du schaffst es einfach nicht, mit Argumenten zu diskutieren. Also lassen wir das. Ich erteile dir hiermit Hausverbot.