Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Hilfe, eine Hilfsorganisation wirbt!

Freitag, 24. Mai 2013

Nicht nur Adidas, Sony oder Thüringer Waldquell sind Marken – auch Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt, Kindernothilfe oder UNICEF schaffen sich über eine kommunikative Klammer eine Markenidentität. Gerade Global Player wie Greenpeace und WWF funktionieren nicht anders als große Unternehmen: Sie haben Niederlassungen, Mitarbeiter und natürlich auch Marketingabteilungen. Mit gewaltigen Fangnetzen fischen sie weltweit Spendengelder in Millionenhöhe. Dabei setzen sie auf schnelle, einfache Botschaften. Das bekannteste Beispiel ist der Große Pandabär des WWF. Pandas sehen einfach knuffig aus und funktionieren hervorragend als Spendenköder, anders als etwa bedrohte brasilianische Lurche.

Und kleine schwarze Kinder mit großen Augen ziehen wesentlich besser als pummelige bolivianische Teenager. Als ich mal für eine katholische Hilfsorganisation einen Flyer betextet habe, kam vom frommen Auftraggeber der Wunsch, doch bitte die dicke Tochter der vorgestellten Familie aus dem Bild zu schneiden. So erschien der Flyer am Ende nur mit der dünnen Tochter. Dicke Kinder, so der Auftraggeber, würden die Spendenbereitschaft bei den Angeschriebenen senken.

Gestern Abend fand ich in meinem Briefkasten eine Postkarte aus Mallorca. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sie sich als Werbung der DKMS. Mit einer Schriftart, die eine Handschrift simulieren soll, schrieb mir eine 15jährige genesene Betroffene. Wie gut es ihr ginge, solle ich mir in Internetvideos aus dem Urlaub ansehen. Sorry, liebe DKMS, aber ich hätte euch von einem solchen Mailing abgeraten. Generell bin ich sehr kritisch, wenn es um Werbung mit minderjährigen Personen geht. Was stellt denn das Versenden dieses Mailings dar? Eine 15jährige schreibt einem 31jährigen, er solle sich doch mal ein paar Internetvideos von ihr ansehen. Geht’s noch? Da wurde einfach nicht zu Ende gedacht.

Ebenso verschrecken mich ellenlange Anschreiben wie die von Ulrich Wickert für irgendein Kinderhilfsprojekt. Da ich selbst schon unzählige Anschreiben getextet habe, weiß ich genau, wie der Scheiß zustande kommt. Ein Auftraggeber nimmt Geld in die Hand, um eine Postwurfsendung zu finanzieren. Er denkt sich: „Wenn ich schon so viel Geld investiere, muss es sich ja auch lohnen.“ Und dann hämmert er drei Millionen Infos ins Mailing, ob sie nun relevant sind oder nicht. Diesen Stümpern kann ich nur zurufen: Denkt an den Panda! Es ist völlig unwichtig, wie die finanzierte Schule heißt, wie viele Klassenzimmer sie hat, wie die Lehrerinnen alle heißen und wie viele Instrumente im Musikzimmer herumliegen. Das interessiert keine Sau! Rein muss nur das, was Spenden generiert. Wie oft habe ich schon teure Anschreiben ungelesen weggeworfen, weil mich einfach nur die Bleiwüste abgeschreckt hat?

Zum Abschluss möchte ich noch einige Worte über Großflächenplakate verlieren. Das sind die Plakatwände da draußen, die angeblich niemand sieht. Häufig sieht man äußerst kryptische Motive diverser Hilfsorganisationen, besonders von Greenpeace und WWF. Der Hintergrund: Große Agenturen bieten den Organisationen die Motive gratis an, um damit an Awardshows (Wettbewerbe für Werber) teilzunehmen. Denn nur Motive, die tatsächlich geschaltet wurden, dürfen eingereicht werden. Im Idealfall haben alle was davon, und zwar dann, wenn die Motive gut sind. Wenn sie aber nur von bekifften Werbern verstanden werden, sind sie schlicht reine Zeitverschwendung.

Fazit: Der gesunde Menschenverstand ist immer noch die beste Voraussetzung für erfolgreiche Werbung. Cheers.

Nachtrag zur DKMS

Montag, 08. April 2013

Homosexuelle Männer dürfen keine Stammzellen spenden. Nach Betrachtung der Pro- und Contra-Argumente habe ich beschlossen, zunächst einmal nur 50 € für meine Typisierung zu überweisen. Falls die DKMS in der Lage sein sollte, irgendwann den Passus aus ihren Bedingungen zu streichen, gibt’s mehr Geld.

Nachtrag vom 25. April 2013:
Die 50 Tacken sind überwiesen.

Arbeit und Ankündigungen

Montag, 18. März 2013

Ich kündige ja so einiges an, allerdings komme ich in letzter Zeit einfach nicht dazu, diese Ankündigungen in Taten umzusetzen. Vornehmlich hat es etwas mit meinem Beruf zu tun. Wie viele von euch wissen, arbeite ich als Texter in der Werbebranche. Dies führt zu unregelmäßigen Arbeitszeiten. Bei Gelegenheit kann ich ja mal gern posten, was ich den ganzen Tag so fabriziere. Wer zu viel Zeit hat, kann mich ja derweil googeln.

Zurzeit bereiten wir hier am Hamburger Hafen eine große Kampagne für eine bekannte deutsche Marke vor. Im Herbst wird euch diese Kampagne hoffentlich begegnen, denn diese Marke setzt auf Arbeitsplätze in Deutschland, Wissenschaft aus Deutschland und Produkte aus Deutschland. In Zeiten des globalen Dumpings und der Ausbeutung ein recht wichtiges Statement.

Ansonsten schrieb mich vor einigen Tagen eine ehemalige Schulkameradin aus gemeinsamen Waldorftagen an. Sie war schon damals ein helles Köpfchen und plant momentan in Berlin eine Schule, die im populistisch „Problembezirk“ genannten Stadtteil Wedding gezielt auf die schwierigen Verhältnisse vor Ort eingehen und die Kinder besonders fördern soll. Das Projekt ist bereits mitten in der Realisierungsphase und sucht jede Menge Förderer und Spender.

Über dieses Projekt namens QUINOA werde ich beizeiten mehr schreiben – wieder so eine Ankündigung, herrlich. Dann schulde ich euch ja nur noch einen Bericht zur Schottlandreise, einen Bericht über die DKMS und neuerdings die QUINOA-Reportage. Aber erst einmal mache ich Feierabend.

In eigener Sache: Blogroll und Reichweite

Freitag, 22. Februar 2013

Wie ihr euch denken könnt, lebt ein Blog von der Leserschaft. Ich mache das hier nicht für mich, sondern für euch. Damit ihr ein bisschen Lesestoff habt, so zwischen Arbeit und Arbeit. Ihr seid nicht besonders viele, keine 500 oder 1000, aber ich freue mich über jeden einzelnen Menschen, der sich die Zeit für meine Gedanken nimmt.

Nun ja, und deshalb möchte ich euch nicht länger mit Links zu Blogs behelligen, die mit meiner Seite bzw. mit mir nichts zu tun haben. Es ist nun einmal so, dass die eine Hand die andere wäscht, und wenn keine Gegenverlinkung von denen auf meine Seite erfolgt, mache ich nur einseitig Werbung für sie. Das möchte ich nicht mehr. Deshalb beschränke ich mich nun auf zwei Arten von Blogs: auf die mit Themenbezug zu Weltgeschichte.org (Soziales und Reisen) sowie die von Freunden.

Da ich bereits ein Blog mit dreistelliger Leserschaft betrieben habe, weiß ich die Ruhe einer kleinen, aber wirklich interessierten Leserschaft zu schätzen. Dementsprechend familiär soll sich die Seite in Zukunft bewegen. Ach ja, natürlich mache ich das auch für mich, ich gebe es zu. Was Gutes tun und damit herumprahlen macht ziemlich viel Spaß. Probiert es selbst aus, echt jetzt.

Dinge, die nicht funktionieren

Dienstag, 20. November 2012

Auch der Beschränkte weiß: Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Denn – seien wir mal ehrlich – nichts funktioniert wie es soll. Evolutionsbedingt strebt die Menschheit nach Problemlosigkeit, weshalb sie immer etwas zu meckern hat. Deshalb finden wir auch immer etwas und müssen uns niemals davor fürchten, dass es irgendwann einmal vorbei sein könnte mit den ganzen Problemen. Dazu gehören natürlich Dinge, die nicht funktionieren.

In die Bahn einsteigen, obwohl gerade jede Menge Menschen aus dem Waggon quellen, gehört definitiv dazu. Trotzdem versuchen es viele immer wieder, täglich, an jeder Bahn. Heute Morgen beispielsweise erlebte ich etwas sehr Kurioses: Die Einsteiger warteten, während die Fahrgäste nach und nach ausstiegen. Die Frau vor mir wartete aber nicht bis zum Ende, sondern rannte plötzlich drauflos, frontal gegen eine junge Dame, die gerade aus der Bahn aussteigen wollte. Erst warten, dann den Warteprozess abbrechen, um jemandem ins Gesicht zu donnern – okay, kann man versuchen. Muss aber nicht klappen.

Anderes Thema: Verteiler. Ich hasse Verteiler. Nein, nicht diese Strom-Mopeds. Ich meine diese Menschengruppen, die sich so über den Gehsteig verteilen, dass keiner mehr vorbeikommt. Was denken die sich eigentlich? Dass sie allein auf dieser Welt sind? Manchmal wünschte ich, sie wären das – aber in einer anderen Welt als meiner. Großfamilien mache ich hier überhaupt keinen Vorwurf – wie will man auch diese Kinderhorden unter Kontrolle halten? Am schlimmsten sind Touristen. Wenn Menschen Urlaub machen, schicken sie ihre Gehirne ebenfalls weit fort. Was passiert? Die Menschen reagieren nur noch wie eine Dose Hundefutter auf ihre Umwelt und starren. Dabei benutzen sie ihre Beine als Zoomhilfe, mehr nicht. Ich will etwas sehen = langsam in die Richtung gehen. Heute Morgen habe ich es erlebt, dass ein älteres Ehepaar zu zweit eine ganze Treppe blockiert hat. Die beiden haben sich so geschickt verteilt, dass man sie hätte umstoßen müssen, um vorbei zu kommen. Ich habe darüber lachen müssen, meine Mitpendler um mich herum fanden das weniger amüsant.

Apropos gute Laune: Gestern erhielt ich zwei Mails, in denen mir mitgeteilt wurde, dass zwischen März und Juni 2012 die Margen für mein Buch nicht korrekt abgerechnet wurden. Ich bekomme eine Nachzahlung von über 40 Euro. Sobald die Summe überwiesen ist, wandert sie natürlich direkt aufs Spendenkonto. Wenigstens das funktioniert.

Kinder in Afrika

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Harald Martenstein, seines Zeichens Journalist, hat bereits für sich festgestellt, dass er sich nicht für alles interessieren kann und möchte. Auch ich habe das Dilemma bereits thematisiert, nur bei weitem nicht so amüsant wie der Herr Journalist. Nun ja, er ist eben ein Profi.

Nun entwickelt sich in letzter Zeit ein Trend, der mir zuwider ist, mich regelrecht anekelt. Den Kinder-in-Afrika-Trend unter Freizeitkommentatoren. Als der Schauspieler und Komödiant Dirk Bach verstarb, kondolierten ihm etliche Leute auf etlichen Internetseiten. Zwischendurch aber krakelten immer wieder einige Beschränkte, dass es den Kindern in Afrika doch viel schlechter gehe und man sich um diese kümmern solle. Genauso erscheinen mit hoher Wahrscheinlichkeit unter jedem Artikel über Fußballprofis oder Dirk Nowitzki ähnliche Kommentare. Kinder in Afrika. Ja, ich erinnere mich, dass nach dem Tod von Robert Enke ebenfalls Kinder-in-Afrika-Rufe ertönten.

(Quelle: Facebook: Alle Kommentare öffentlich.)

Dazu möchte ich mal grundsätzlich sagen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. Erstens leben in Afrika eine ganze Menge Kinder – die alle über einen Kamm zu scheren, kann man durchaus schon als rassistisch bezeichnen, zumindest als dumm. Zweitens: Was tut ihr Kommentatoren denn gegen den Hunger in der Welt? Wenn ihr genauso undifferenziert vorgeht wie eure Aussagen vermuten lassen, wohl gar nichts. Aber im Internet das Maul aufreißen, schönen Dank, euch braucht die Welt.

Und an alle anderen, die sich ernsthaft Sorgen um die Kinder in Afrika (also die dünnen, hungernden, nicht die properen, reichen Möpse aus Durban oder Marrakesch) machen: Unterstützt die Kindernothilfe bei ihrer sinnvollen Arbeit auf dem schwarzen Kontinent. Denn die schicken nicht einfach nur Nahrungsmittel hin, um die Nahrungsmittelpreise der Bauern vor Ort zu zerstören. Sie fördern Bildungsprojekte, ermöglichen Mädchen den Gang zur Schule, bilden Bauern für eine langfristig ertragreiche Landwirtschaft fort. Im Internet herumblöken kann jeder.

Und eines sei gesagt: Cristiano Ronaldos Gehalt hat nichts mit den Kindern in Afrika zu tun. Dirk Bachs Tod hat auch nichts mit Kindern in Afrika zu tun. Nur weil jemand einem beliebten deutschen Schauspieler kondoliert, stirbt nirgendwo ein Kind mehr oder weniger. Wie man auf so eine gedankliche Brücke kommen kann, ist mir schlicht ein Rätsel. Die Dummheit ist eben zu herausragenden Denkleistungen fähig.

Fragezeichen

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Ich befürchte, dass ich die notwendigen 25.000 Euro zur Gründung einer Stiftung nicht zusammen bekomme. Die Buchverkäufe ebben gerade etwas ab, so scheint mir, jedenfalls bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Verkaufszahlen in dem Maße ansteigen, wie sie bisher angestiegen sind. Daher werde ich erst einmal das Geld auf einem separaten Konto parken – ob Tages- oder Festgeld, werde ich noch entscheiden. So kann ich mir zumindest alle Optionen offen lassen.

In wenigen Tagen dürften die Zahlen des abgelaufenen Quartals eintrudeln, dann gibt es wieder Neuigkeiten.

Nachtrag:
Ich habe jetzt entschieden, ein Tagesgeldkonto nur für Weltgeschichte.org zu eröffnen. Dort werde ich in Zukunft alle Einnahmen und Spenden sammeln. So kann ich dann selbst kontrollieren, wann ich wie mit dem Geld verfahre. Ziel ist weiterhin die Gründung einer Stiftung.

Welches Verständnis?

Montag, 17. September 2012

Unternehmen, die sich daneben benehmen, schreiben oder sagen häufig dem Kunden: „Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Und das, obwohl man auf 180 ist und meilenweit davon entfernt, auch nur ansatzweise so etwas wie Verständnis aufzubringen. Zwei Beispiele.

Ich fahre jede zweite Woche mit der Bahn durch die halbe Republik. Ihr könnt euch denken, was man sich damit so antut. Nicht selten hat eine Bahn, die erst in Kiel oder Altona losgefahren ist, am Hamburger Hauptbahnhof bereits zehn Minuten Verspätung. Häufig stimmt die Wagenreihung nicht, oder es fehlt einfach ein Wagen. Letztens durften zwei Wagen nicht betreten werden, weil dort die Klimaanlage ausgefallen war. Dann müssen sich die Menschenmassen auf die restlichen Wagen verteilen und stapeln sich schon im Gang. Und sind natürlich stinksauer. Meistens bleibt die Bahn dann irgendwo in der Pampa stehen, einfach so, und wenn irgendwann die Leute kurz davor sind sich zu prügeln, kommt die Durchsage: „Der außerplanmäßige Halt ist notwendig, weil wir noch auf einen entgegenkommenden Zug warten. Wir danken für Ihr Verständnis.“

Andere Geschichte: Meine Kamera befindet sich zurzeit in der Reparatur. Sie ist immer wieder abgestürzt und hat nicht mehr reagiert, außerdem wurden einige Fotos stark unterbelichtet. Seit dem 23. August befindet sich das Gerät in der Werkstatt Herbert Geissler in Reutlingen. Seitdem tut sich überhaupt nichts. Auf zwei E-Mails wurde überhaupt nicht reagiert, und der Reparaturstatus verändert sich ebenfalls nicht. Also habe ich Amazon gebeten, etwas Druck auszuüben. Am Freitag kam dann eine Mail von einer Auszubildenden bei Geissler Service: „Die Reparatur (…) verzögert sich um 5 Tage. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Heute ist der 17. September. Seit 26 Tagen liegt die Kamera bei denen herum. Abzüglich 5 Tage wären es immer noch drei volle Wochen. Wie kompliziert muss da die Reparatur sein? Und für welches Verständnis bedanken die sich bei mir? Ich habe keins.

Heute gibt es von mir als Texter einen heißen Tipp: Die sollten sich nicht fürs Verständnis danken, das meistens überhaupt nicht existiert. Stattdessen sollten sie sich entschuldigen und um Verständnis bitten. Und tunlichst hoffen, dass der Kunde es aufbringt.

Weltgeschichten aus Zürich – sehr amüsant!

Donnerstag, 13. September 2012

Wenn man sich so die letzten Einträge anschaut, könnte man fast meinen, ich hätte ein äußerst deprimierendes Leben. Weil ich permanent über Obdachlose, herrenlose Hunde, Einbrüche und ähnliche Themen geschrieben habe. Ein Social Blog muss sich eben mit solchen (wichtigen!) Schwerpunkten beschäftigen.

Twitter ist so ein Beispiel. Ein Nachrichtendienst wie AP oder Reuters sortiert einkommende Meldungen nach subjektiver Relevanz und wirft sie in den Verteiler. Das Ergebnis sind die Nachrichten, beispielsweise Tagesschau oder Spiegel Online. Bei Twitter macht man sich die Nachrichten selbst. Die Relevanz lege ich also selbst fest. Abonniere („Folge“) ich dort also Twitterern, die für mich persönlich interessante Themengebiete abdecken, wird mir eine abgekapselte Welt vorgespielt, die ich mit meinen Followings definiert habe.

Ihr könnt euch vorstellen, was das für Folgen hat. Ich habe einige Hilfsorganisationen, Tierschützer, politisch engagierte Freunde und Medienberufler abonniert. Also besteht meine Welt aus Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen, Hoffnungslosigkeit, Katastrophen, Ungerechtigkeiten, Wirtschaftskrisen, Rassismus und witzigen Werbe-oder Katzenvideos.

Heutzutage verlangt die Informationswelt uns Konsumenten viel ab. Wir müssen selbst sortieren und einordnen. Ich selbst muss kapieren, dass die Welt nicht einfach nur schlecht ist, sondern ich vorher diese Themenschwerpunkte selbst gewählt habe. Und so hilft es zwischendurch, ein paar heitere Texte zu Gesicht zu bekommen, die die Verhältnismäßigkeiten wieder zurechtzurücken. Diese will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Mein Ex-Chef Jörg aus meiner Zeit bei My Deer (Dialog-Agentur der Hirschen-Gruppe) lebt und arbeitet jetzt in Zürich. Und da die Schweizer und insbesondere die Zürcher immer wieder mit unterhaltsamen Eigenheiten um die Ecke kommen, schreibt Jörg nun darüber: hier.

Engagiert euch sozial, aber lasst zwischendurch auch mal der guten Laune Platz.

Spende für Vergessene Pfoten e.V.

Mittwoch, 12. September 2012

Eine Freundin und Leserin von mir, Tisu, hat mich auf den Tierschutzverein Vergessene Pfoten aufmerksam gemacht. Das sind viele Helferinnen und Helfer, die sich hauptsächlich um vernachlässigte Hunde kümmern. Schwerpunkt dabei ist die Hundeaufnahmestation Andújar in Spanien und die Vermittlung der Tiere.

Problem: In die Station wurde eingebrochen, unversicherte Gegenstände im Wert von ca. 1500 Euro entwendet. Damit die Arbeit möglichst bald wieder aufgenommen werden kann, habe ich aus dem letzten Quartalsgewinn für mein Buch 333,33 Euro gespendet. Der Verein hat sich darüber sehr gefreut und lässt einen Dank an euch, liebe Leser und Käufer, ausrichten.

Inzwischen verkauft sich das Buch allerdings so gut, dass ich es etwas schade finde, wenn das ganze Geld nach jedem Quartal komplett rausgehauen wird. Deshalb denke ich darüber nach, mit den Einnahmen ein Vermögen für eine eigene Stiftung aufzubauen. So wird langfristig etwas geschaffen, was auch dann noch hilft, wenn sich das Buch irgendwann nicht mehr so gut verkaufen sollte.

Eine Stiftung braucht ein gewisses Vermögen, weshalb ich neben den Einnahmen wahrscheinlich auch noch privates Geld dazu steuern werde. Das entscheide ich, wenn die neuesten Quartalszahlen vorliegen. Für das dritte Quartal 2012 kann mit Einnahmen von über 600 Euro gerechnet werden. Wenn ihr Ideen für die Stiftung habt (Einnahmequellen, Namen, juristische Hilfe), würde ich mich sehr darüber freuen