Posts in Camino 2009

„Vom Schisser zum Glückspilz“ in der aktuellen alpinwelt

Juni 3rd, 2014 Posted by Camino 2009, Presse, Reiseberichte No Comment yet
Michelle, Avril und ich (v. l.)

Michelle, Avril und ich (v. l.)

In der Ausgabe 2/14 der alpinwelt wird auch kurz mein Buch besprochen. Auszüge:

(…) Aufhorchen lässt vor allem sein frecher Schreibstil, der unter großzügigem Einsatz von Übertreibungen und Kraftausdrücken die Dinge ungeschönt beim Namen nennt und den Leser schmunzeln lässt (…)

(…) Das ansonsten oft so gedankenschwer mit Tiefsinn und Unsinn überladene Jakobswegthema kommt hier leichtfüßig und unprätentiös daher, ohne dass der tiefere Ernst der Unternehmung geleugnet wird (…)

Quelle: Joachim Burghardt, alpinwelt 2/14.

Der vollständige Artikel kann hier heruntergeladen werden: Klick („Schwerpunkt: Weiter gehen“).

Kurz vor Cee, Galicien.

Kurz vor Cee, Galicien.

Vom Schisser zum Glückspilz in fünf Auflagen

März 20th, 2014 Posted by Camino 2009, Reiseberichte No Comment yet

Am Anfang stand die Idee, mein Camino-Tagebuch abzutippen und an meine Mitpilger vom Jakobsweg zu schicken. Daraus entwickelte sich die Idee, ein Buch zu schreiben. Nach der zweihundertseitigen Erstausgabe im DIN-A5-Format anno 2010 erschienen drei weitere Auflagen, die letzte von ihnen im Format zwölf mal neunzehn Zentimeter mit dreihundert Seiten. Das war vor vor zweieinhalb Jahren.

Anschließend wurde es still um neue Auflagen, dafür stiegen die Verkaufszahlen immer weiter. Bis ein paar Neider miese Bewertungen bei Amazon veröffentlichten. Dass manche Menschen so charakterlos sind, beweist die Welt ja täglich aufs Neue. Drauf geschissen. Mit der fünften Auflage wollte ich das Kapitel Schisser abschließen, um mich neuen Projekten zu widmen. Aber dann kam einiges dazwischen, und die Arbeiten am Buch verliefen im Sande.

Bis sich vor wenigen Wochen hier der „Redakteur“ meldete. Ein Redakteur einer Zeitschrift mit weit über 100.000 Lesern. Über diese Geschichte werde ich noch ausführlich berichten. Jedenfalls hat er mir den entscheidenden Schub gegeben, die Überarbeitung endlich durchzuziehen. Zwei Tage lang bearbeitete ich das Dokument, seit Montag ist die fünfte Ausgabe erhältlich.

Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen – Cover

Das neue Cover zeigt statt eines menschenleeren Wegs eine Silhouette – mich bei meiner ersten Rast an meinem ersten Wandertag. Ich finde es persönlich schöner, wenn man auf dem Cover eines Buchs über den Camino den Pilger sieht. Im Innern sind wieder einige Fotos enthalten – viele Leser hatten sich ein paar Impressionen gewünscht. Auf den wertvollen Hinweis des Redakteurs hin ließ ich noch einige Sätze über meine Motivation einfließen, nahm dafür belanglose Passagen heraus. Zu guter Letzt versetzte ich den Textblock etwas weiter vom Bund weg, so dass er nun besser zu lesen ist.

In den nächsten Tagen erscheint die überarbeitete E-Book-Version, die zwei Euro günstiger sein wird als die bisherige. Und auch weiterhin gilt: Der gesamte Gewinn, den das Buch abwirft, wird gespendet.

Timingprobleme

Mai 22nd, 2013 Posted by Camino 2009, Reiseberichte No Comment yet

Bis wann wollte ich eigentlich die Korrektur für die fünfte Auflage erledigt haben? Wie auch immer, wir rattern und knattern gen Maiende entgegen und von einer fünften Auflage fehlt nach wie vor jede Spur. Das liegt wohl zu einem erheblichen Teil daran, dass ich zurzeit arbeitstechnisch überlastet bin.

Gerade eben habe ich Seite 121 von 300 korrigiert. Es sind erhebliche Änderungen, die ich vornehme. Neben Rechtschreibfehlern merze ich auch noch Bandwurm- und Schachtelsätze aus. Und davon finden sich im Buch einige. Ich hoffe, dass ich bald mal zum Ende komme mit dem Scheiß.

Bis dahin freue ich mich über jede Unterstützung von eurer Seite. Cheers.

Korrekte Sache

April 9th, 2013 Posted by Camino 2009, Reiseberichte No Comment yet

Wie ihr wisst, arbeite ich als Texter bei GROSSE LIEBE, einer aufstrebenden und ziemlich steilen Werbebutze am Hamburger Hafen. Ganz aktuell konnten wir das Bibliographische Institut als Kunden gewinnen und werden in Zukunft das Standardwerk der deutschen Sprache bewerben: den Duden 1.

Abgesehen davon, dass ein sprachlich anspruchsvoller Kunde entsprechend viel Spaß macht, achte ich jetzt noch mehr auf formale Feinheiten. Leider sind in der 4. Auflage meines Buchs immer noch jede Menge Schachtelsätze drin. Was mich allerdings richtig fertig macht, sind die vielen Rechtschreibfehler. Ich habe das Teil schon mindestens zehnmal durchgelesen. Trotzdem habe ich in der aktuellen Auflage locker dreißig (!) Rechtschreibfehler gefunden, wenn nicht noch mehr. Aufgrund der Arbeit für den Duden hat sich meine Rechtschreibung weiter verbessert, klar. Aber das allein erklärt nicht, wieso ich so viele Rechtschreibfehler übersehen konnte.

Zeitweise habe ich das Gefühl, ich würde hinter einem gebrochenen Deich stehen und mit einem Eimer gegen den Wasserstrom ankämpfen. Als würden permanent neue Rechtschreibfehler auftauchen. Aktuell bin ich auf Seite 57 von 300, es könnte also noch ein wenig dauern. Gerade zu Beginn des Buchs habe ich ziemlich viele Schachtelsätze eingebaut, die es zu entflechten gilt – ich hoffe, dass es ab Seite 150 wesentlich schneller vorangeht.

Soeben ist das erste Quartal 2013 abgelaufen, die Verkaufszahlen waren eher mäßig – wobei die für den März noch nicht vollständig vorliegen. 50 € gehen an die DKMS, wie ich bereits schrieb. Dann möchte ich noch ein anderes Projekt unterstützen, das sehr spannend klingt. Es hat etwas mit Brettern zu tun. Infos folgen.

Vom Schisser zum Glückspilz – die 5. Auflage

Februar 12th, 2013 Posted by Camino 2009 2 comments

Vor anderthalb Jahren wurde die 4. Auflage veröffentlicht, seitdem habe ich viele Rückmeldungen zum Buch erhalten. Seit einigen Wochen sitze ich an der 5. Auflage, die spätestens im April erscheinen soll.

Etliche Fehler wurden und werden korrigiert, einige Passagen umformuliert. Der Hinweis, dass die Einnahmen gespendet werden, wird nun auch im Buch platziert. Eine Sache allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen. In den ersten drei Auflagen hatte ich einige Fotos eingefügt, in der vierten kein einziges. Nun haben sich nicht wenige Leute darüber beklagt.

Ich frage euch also nach eurer Meinung: Fotos rein, ja oder nein?

Arschloch bleibt Arschloch, mit oder ohne Jakobsmuschel am Rucksack

Januar 28th, 2013 Posted by Camino 2009 1 comment

Dieser Satz stammt aus meinem Buch „Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“. Gestern oder vorgestern tauchte auf Amazon.de eine schlechte Bewertung zu meinem Buch auf. Interessiert klickte ich auf die „Rezension“ eines gewissen „Horst A“.

Zwei Fehler in drei Zeilen (streng genommen drei Fehler) zu tippen und sich dabei über mangelhaftes Deutsch zu mokieren ist schon grenzwertig, wenn nicht peinlich. Bei genauerer Betrachtung stellte sich aber dann heraus, dass der Kommentar aus dem Umfeld eines anderen Jakobswegautoren stammt: Peter Messner.

Klickt man nämlich auf den Rezensenten „Horst A.“, so erscheinen genau zwei Bewertungen. Zunächst sind beide Rezensionen am selben Tag verfasst. Eine Rezension bezieht sich auf Herrn Messners Buch „Ich habe Jakobs Arsch geküsst“. Der Nickname des anonymen „Horst A.“ lautet „JackAss“. Jakobs Arsch. Wahnsinnig clever.

Angeblich stammt „Horst A.“ aus Rheinbach. Nun muss man wissen, dass man auf Amazon.de lediglich rezensieren kann, wenn man etwas gekauft hat. Man braucht also eine real existierende Anschrift, falls man etwas geliefert bekommen möchte. Und was steht bei seiner Rezension zu „Jakobs Arsch“? „Von Amazon bestätigter Kauf“ und „Rezension bezieht sich auf: (…) Taschenbuch“. Der Rezensent wohnt also in Rheinbach oder hat dort zumindest eine Anschrift, an die ein Taschenbuch geliefert werden kann. Peter Messner stammt aus Horhausen. Rheinbach und Horhausen liegen ziemlich nah beieinander, was natürlich Zufall sein kann. Auch dass in beiden Orten jeweils genau ein Anschluss auf den Namen Messner gemeldet ist. Solche Zufälle soll es ja geben.

Aber es gibt noch weitere Zufälle: „Jakobs Arsch“ ist ein von Amazon bestätigter Kauf, mein Buch dagegen nicht. „Jakobs Arsch“ ist in sehr einfacher Sprache verfasst, doch die dortige Rezension kommt aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Kein Wort über das ach so schlichte Deutsch. Auch scheint der werte „Horst A.“ selbst an den einfachsten orthografischen Regeln zu scheitern. Zudem steht dort „Meine Entscheidung für den Camino ist gefallen“, ergo hat er den Jakobsweg angeblich noch vor sich. In der Rezension (vom selben Tag!) zu meinem Buch steht: „So kompliziert ist der Camino doch gar nicht.“ Woher wollen Sie das wissen, Herr A.? Oder sind Sie den Camino etwa doch schon gelaufen?

Man muss mein Buch nicht mögen. Aber auf diese Weise „Konkurrenten“ abzuwerten, ist an Armseligkeit kaum zu übertreffen. Falls ihr ein Amazon-Konto besitzt, am Ende jeder Rezension steht eine schlichte Frage: „War diese Rezension für Sie hilfreich?“ Euch steht es natürlich völlig frei, diesem „Horst A.“ mit einem Klick oder einem Kommentar mitzuteilen, was ihr von seiner Pöbelei haltet.

Neues von der Front

Januar 11th, 2013 Posted by Camino 2009 No Comment yet

Da ich gerade mit einer ausgewachsenen Bronchitis auf dem Sofa vor mich hin vegetiere, möchte ich kurz ein paar Neuigkeiten herausposaunen.

Gerade kam die Quartalsabrechnung für die Printausgabe. Der Gewinn beläuft sich auf 271,22 € (142 Bücher). Ich bin sehr gespannt auf die E-Book-Verkaufszahlen.

Was mich extrem freut: In letzter Zeit kommen wieder einige Bewertungen bei Amazon hinzu. Lange Zeit stagnierte die Zahl bei sieben Bewertungen, jetzt sind es bereits zwölf. Und die Reaktionen sind durchweg positiv. Trotzdem arbeite ich an einer fünften Auflage mit einigen Korrekturen und Änderungen, die im Laufe des Jahres die vierte ersetzen wird.

Schmidts Katze

Juli 16th, 2012 Posted by Camino 2009, Spendenaktionen No Comment yet

Vor einigen Tagen habe ich irrtümlicherweise getwittert, die Spendensumme fürs zweite Quartal liege bei etwa 350 €. Diese Aussage muss ich leider zurücknehmen, denn darin waren noch nicht die kompletten Einnahmen des E-Book-Verkaufs aufgeführt. Allerdings gilt nach wie vor, dass das Rekordergebnis vom Vorgängerquartal (242,28 €) locker getoppt wurde. Nun ja, deutlich, nämlich um sage und schreibe 94 (!) Prozent:

471,17 €

80 gedruckte Bücher und 99 E-Books wurden verkauft, das sind bisher insgesamt 301 gedruckte Bücher und 171 E-Books. Das letzte Quartal hat somit über 26 Prozent der gedruckten und fast 58 Prozent der digitalen Gesamtauflage gebracht. Das sind unglaubliche Werte, die ich nicht wirklich begreifen kann. Aber es freut mich sehr, dass sich immer mehr Menschen für meinen bald drei Jahre alten Camino-Bericht begeistern können. Übrigens bin ich jetzt unter den Top 10.000 der deutschen Kindle-Bücher. Klingt erst einmal nicht spektakulär, bis man weiß, dass es über 100.000 davon gibt. Ich raste aus!

Wie nach jedem abgelaufenen Quartal möchte ich Sie und euch herzlich einladen, mir Vorschläge zu schicken, wohin das Geld gehen soll. Besonders den kleinen, regionalen Hilfsprojekten mit knappen Budgets möchte ich hier eine Bühne geben. Einfach im Kommentar erwähnen. Vielen Dank!

Jetzt auch für Kindle und andere E-Book-Reader: Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen

September 22nd, 2011 Posted by Camino 2009 No Comment yet

Für € 14,90 gibt es die E-Book-Version meines Jakobsweg-Buches. Nicht nur für den Amazon Kindle, sondern auch fürs iPad und für alle epub-Reader. Auch die Einnahmen für die E-Book-Version werden komplett gespendet. Nachdem bereits zwei Spenden an die Kindernothilfe gegangen sind, geht die nächste an Schalke hilft! für benachteiligte Kinder in meiner Heimatstadt Gelsenkirchen.

Hier!

Und hier!

Aus anderer Sicht: Jakobsweg 2009

September 8th, 2011 Posted by Camino 2009 No Comment yet

Als ich vor genau zwei Jahren durch Nordspanien gelaufen bin, war ich bei weitem nicht der Einzige. Dafür hätte es jetzt auch keinen Blogeintrag gebraucht, ich weiß. Aber neben mir gibt es einen weiteren Menschen, der ein Buch über seinen Weg im September 2009 veröffentlicht hat: Hermann Wenzel. Ich habe Hermann nur einmal auf dem Weg getroffen, kennen gelernt habe ich ihn erst nach dem Camino durch gemeinsame Weggefährten. Mit Interesse habe ich seither all seine Jakobswege und Wanderungen verfolgt, über die er ausführlich und mit wunderbaren Bildern garniert berichtet.

Vor einigen Tagen habe ich endlich sein Buch „Von einem, der auszog, das Pilgern zu lernen – Band 1: In 44 Tagen bis ans Ende der Welt“ bestellt und in einem Rutsch durchgelesen. So konnte ich genau nachsehen, wann und wo wir uns über den Weg gelaufen sind: in Sahagún in der Herberge „Viatoris“. In seinem Buch tauchen zahlreiche Menschen auf, die auch mir begegnet sind. Es war spannend zu lesen, Wege zu rekonstruieren und Hermanns Gedanken und Empfindungen zu folgen. Dabei ist mir hauptsächlich aufgefallen, dass wir trotz unserer Unterschiede wie Alter, Nationalität und Glauben häufig dieselben Fragen gestellt oder ganz ähnliche Empfindungen verspürt haben.

Ich denke, dass Zweifel und elementare Lebensfragen altersunabhängig sind – wie ich bereits in meinem Buch schrieb. Deshalb unterhalten sich auf Camino ja auch Pilger jeder Altersschicht ohne Berührungsängste oder falsche Zurückhaltung miteinander. Im alltäglichen Miteinander könnte es ähnlich laufen, nur fühlen sich Menschen in Schubladen am wohlsten. Leider.

Mein Buch enthielt bis zur dritten Auflage Bilder; ich habe sie alle rausgeworfen, um 300 Seiten Text unterzubringen. Hermanns Buch enthält dagegen wunderbare Bilder seines Weges, und ich musste feststellen, dass ich viele ähnliche Dinge am Wegesrand fotografiert habe. Das Buch ist erhältlich oder bestellbar bei allen Buchhändlern, die anständige Bücher im Sortiment haben; natürlich auch bei Amazon.de.

Hermann Wenzel: Von einem, der auszog, das Pilgern zu lernen – Band 1: In 44 Tagen bis ans Ende der Welt

124 Seiten Hardcover im Großformat 23 x 20,8 x 1,6 cm
Erschienen bei Ratio Books Verlag
ISBN-13: 978-3939829249
Preis: gut angelegte € 14,95