Archiv für die Kategorie ‘Spendenaktionen’

Nachtrag: Deutschland rundet auf – und antwortet spät

Montag, 17. Juni 2013

Heute Morgen trudelte endlich die Antwort auf meine Anfrage an das Projekt „Deutschland rundet auf“ ein. Und die fällt unbefriedigend aus:

Liebe Frau Kunigo,

bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort, wir hatten mit der Organisation des TAG DES AUFRUNDENS allerhand um die Ohren und kommen leider erst jetzt dazu Ihnen zu antworten.

Wir möchten prinzipiell jedem Unternehmen die Möglichkeit geben sich sozial zu engagieren und bei DEUTSCHLAND RUNDET AUF teilzunehmen, dazu gehören auch Handelspartner wie KiK. Unserer Meinung nach sollte man allen Unternehmen diese Chance geben, auch wenn sie in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind. Irgendwo müssen die Unternehmen anfangen und diese Chance möchten wir ihnen gerne geben. Mit einem Engagement bei DEUTSCHLAND RUNDET AUF sind neben der Zahlung einer Partnergebühr auch eine Umstellung des gesamten Kassensystems und die Schulung der Mitarbeiter verbunden – die Unternehmen müssen also wirklich hinter der Initiative stehen.

Bei weiteren Fragen, können Sie sich gerne jederzeit an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Judith Esser

Leider hat sich Frau Esser nicht die Mühe gemacht, mein Geschlecht zu recherchieren. Google hätte ihr sicherlich helfen können.

Dann schreibt sie: „(…) auch wenn sie in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind.“ Die Partnerschaft bestand längst, als das Gebäude in Bangladesch einstürzte. Letztendlich darf ein Unternehmen also in Asien Menschen unter lebensbedrohlichen Arbeitsbedingungen ausbeuten, wenn sie hier ausreichend Geld in die Hand nimmt und in deutsche Hilfsprojekte investiert?

Mich überzeugt die Antwort nicht. Und wisst ihr, wieso nicht? Weil es auf meine Frage keine ethisch saubere Antwort gibt. Gehe ich ein Pakt mit Unternehmen wie KiK ein, habe ich keine Ausreden. Ich weiß das, ich bin ein König der Ausreden. Eine Initiative wie DRA muss sich zu Beginn einen Ethikkodex zulegen: Was erlaube ich, wen akzeptiere ich als Partner, wie ist meine langfristige Expansionsstrategie? Mag sein, dass DRA guten Gewissens einen Haken an ihre Handelspartner macht. Und das muss jeder von euch für sich entscheiden, ob der Zweck die Mittel heiligt. FÜr mich ist das nix.

Deutschland rundet auf? Ich nicht mehr.

Dienstag, 11. Juni 2013

So, liebe Leserinnen und Leser, auf meine Anfrage hat sich die Initiative „Deutschland rundet auf“ leider immer noch nicht bei mir gemeldet. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es bereits viele kritische Stimmen zu Partnern wie KiK gibt. Eine befriedigende Antwort seitens DRA habe ich nirgendwo finden können.

Es ist schon richtig, dass man irgendwo anfangen muss, wenn man etwas bewegen will. Aber meiner Meinung nach bedeutet das nicht, einen Pakt mit dem Teufel eingehen zu müssen. Denn ein Unternehmen wie KiK hält sicherlich andere Handelsketten davon ab, mitzumachen. Auch andere Billigheimer wie Netto und Penny werden eher kritisch betrachtet, so mein Eindruck.

Deshalb habe ich – wie bereits angekündigt – DRA aus meiner Spendenliste geworfen. Auch werde ich nicht mehr aufrunden, es gibt genügend andere Wege zu spenden.

Fragen an Deutschland rundet auf

Donnerstag, 30. Mai 2013

Deutschland rundet auf.

Deutschland rundet seit einiger Zeit auf. Ein „Aufrunden bitte!“ an der Kasse eines Handelspartners, schon wird der Centbetrag auf den nächsten Zehner aufgerundet. Die Differenzsumme, die man mehr bezahlt, wird an viele soziale Projekte gespendet. Kleine Beträge, großer Effekt. Easy.

Nun gehört zu den Handelspartnern auch das Unternehmen KiK, das seit Jahren massiv in der Kritik steht. Ich habe mal eine E-Mail-Anfrage an DRA geschickt und warte gespannt auf eine Antwort. Die Anfrage:

Liebe Engagierte von DRA,

(…)*

Nun habe ich eine konkrete Frage zum Handelspartner KiK. Auf der einen Seite unterstützen Sie fleißig wichtige Projekte in den Bereichen Kinder und Bildung, auf der anderen Seite steht ein nachweislich kritisch zu betrachtender Bekleidungshändler. Das schwere Unglück in Bangladesch, als in den Trümmern KiK-Kleidung gefunden wurde, ist ja nur einer vieler bedenklicher Vorfälle in den letzten Jahren.

Wie stehen Sie dazu, und welchen ethischen Kriterien unterliegen Ihre Handelspartner? Schließlich ist eine Partnerschaft mit Ihnen eine besonders plakative Möglichkeit, sich als sozial engagiertes Unternehmen zu profilieren. Bitte verstehen Sie dies nicht als generelle Kritik an Ihrem Projekt. Wenn ich in meinem Blog sowie über FB und Twitter ein Spendenprojekt bewerbe, muss ich kritisch sein.

Mit den besten Grüßen aus Hamburg,
Maori (…)**

* Ein paar Details über mich.
** Nachname. Steht auf meinem Buch.

Spende für das Bildungsprojekt Quinoa

Mittwoch, 10. April 2013

Quinoa Logo

Ihr seid bestimmt mindestens einmal in eurem Leben schon mal auf Studenten gestoßen. Vielleicht habt ihr euch dabei ab und zu gedacht: „Wie sind diese Hohlköpfe auf die Uni gekommen?“

Das hat mit unserem Schulsystem zu tun. Eltern, die für die Schulbildung ihrer Kinder mehr Geld ausgeben können, erkaufen sich für sie einen komfortablen Bildungsweg. Somit werden auch geringfügig talentierte Nasen als Pseudo-Bildungselite in die Unis gespült. Und mit diesen lebensunfähigen Kreaturen plagen wir uns dann täglich ab. Danke.

Dagegen gehen während der ersten sechzehn bis zwanzig Lebensjahre viele Talente und Köpfe verloren, weil sie statt in Hamburg-Blankenese in Berlin-Wedding zur Welt kommen. Wenn sich niemand um diese Kinder bemüht, packen die sich ihre Köpfe mit Scheiße zu und stellen Blödsinn an. Meine ehemalige Schulkameradin Fiona Brunk möchte das verhindern. Gemeinsam mit Stefan Döring und einem hochmotivierten Team ist sie gerade mittendrin, das Schulkonzept Quinoa zu entwickeln. Als Pilotprojekt dazu wird gerade eine Schule in Berlin-Wedding gegründet.

In den letzten Jahren haben wir viele Schlagzeilen über deutsche Problemstadtteile lesen dürfen. Ob in Köln, Frankfurt oder Berlin, die Berichte klangen ähnlich. Ich möchte jetzt nicht auf Details eingehen, langweilen könnt ihr euch woanders. Einigen wir uns darauf, dass die Kinder gebildet und betreut werden müssen, um so zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Menschen heranzureifen.

Für das Quinoa-Projekt habe ich bereits vor ein paar Tagen 333,33 € aus dem Einnahmetopf gespendet. Das Geld kommt von euch Lesern, also bildet euch was drauf ein – damit tragen wir dazu bei, vielen Menschenleben eine neue Richtung mit besseren Perspektiven zu geben.

Kampf gegen Blutkrebs: Einfach mal Leben retten

Dienstag, 19. März 2013

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, kurz DKMS, speichert potentielle Stammzellspender. Um festzustellen, ob jemand als Stammzellspender infrage kommt, muss der potentielle Spender typisiert werden. Dies geschieht entweder über eine Blutentnahme oder einen Abstrich der Wangenschleimhaut.

Für die zweite Methode habe ich mich entschieden, da ich bisher keiner Typisierungsaktion über den Weg gelaufen bin. Und faul war ich lange genug. Auf der Website der DKMS könnt ihr euch kurz durchchecken lassen, ob ihr überhaupt als Spender eignet. Anschließend bekommt ihr einen Umschlag zugeschickt, in dem sich alles Nötige für eine Typisierung befindet.

DKMS Umschlaginhalt.

Der Abstrich geschieht sehr einfach, alles wird Schritt für Schritt erklärt. Ansonsten finden sich auf YouTube diverse Anleitungsvideos zu diesem Thema, ihr könnt also nicht besonders viel falsch machen. Nach der Probeentnahme wird alles zusammen mit der unterschriebenen Einverständniserklärung in einen beiliegenden Rücksendeumschlag gepackt, frankiert und an die DKMS zurückgeschickt. Der Umschlag wiegt (inkl. Hülle der Wattestäbchen) 19 Gramm und kann somit als Standardbrief frankiert werden (aktuell 58 Cent).

Die Registrierung eines potentiellen Spenders verursacht Kosten von 50,00 €. Da nicht jeder diese Summe aufbringen kann (oder möchte, wenn man mal ehrlich ist), liegt dem Umschlag auch noch ein Überweisungsträger für eine Geldspende bei.

DKMS Überweisungsträger.

Ich möchte den gesamten Quartalsgewinn meines Buchs für das erste Quartal 2013 der DKMS spenden, damit sie neben mir noch weitere unbezahlte Spender registrieren können. Die ersten zwei Monate haben bereits 292,49 € eingebracht, die endgültige Spendensumme dürfte also bei über 400,00 € liegen. Damit kann ich mich dann unheimlich toll fühlen – erst recht, wenn ich dadurch auch nur einem Menschen das Leben retten kann. Und das kann ich jedem nur empfehlen.

Neues von den Millionentauschern VIII

Donnerstag, 16. August 2012

Es geht weiter. Nachdem es ein paar Schwierigkeiten gab, nach dem Beginn des Arabischen Frühlings die Ägyptenreise an den Mann zu bringen, wurde zwischenzeitlich ein Sternekoch ertauscht. Und heute gibt’s weitere Neuigkeiten: Der Sternekoch ist weggetauscht – gegen eine Rolex Milgauss (weißes Zifferblatt, mit Zertifikat) von Juwelier Leicht.

Wer also jemanden kennt, der irgendetwas mit einem Wert über 6200 Euro loswerden und unbedingt diese Rolex (und ein wenig Aufmerksamkeit) möchte, der melde sich doch bitte bei Roman.

Schmidts Katze

Montag, 16. Juli 2012

Vor einigen Tagen habe ich irrtümlicherweise getwittert, die Spendensumme fürs zweite Quartal liege bei etwa 350 €. Diese Aussage muss ich leider zurücknehmen, denn darin waren noch nicht die kompletten Einnahmen des E-Book-Verkaufs aufgeführt. Allerdings gilt nach wie vor, dass das Rekordergebnis vom Vorgängerquartal (242,28 €) locker getoppt wurde. Nun ja, deutlich, nämlich um sage und schreibe 94 (!) Prozent:

471,17 €

80 gedruckte Bücher und 99 E-Books wurden verkauft, das sind bisher insgesamt 301 gedruckte Bücher und 171 E-Books. Das letzte Quartal hat somit über 26 Prozent der gedruckten und fast 58 Prozent der digitalen Gesamtauflage gebracht. Das sind unglaubliche Werte, die ich nicht wirklich begreifen kann. Aber es freut mich sehr, dass sich immer mehr Menschen für meinen bald drei Jahre alten Camino-Bericht begeistern können. Übrigens bin ich jetzt unter den Top 10.000 der deutschen Kindle-Bücher. Klingt erst einmal nicht spektakulär, bis man weiß, dass es über 100.000 davon gibt. Ich raste aus!

Wie nach jedem abgelaufenen Quartal möchte ich Sie und euch herzlich einladen, mir Vorschläge zu schicken, wohin das Geld gehen soll. Besonders den kleinen, regionalen Hilfsprojekten mit knappen Budgets möchte ich hier eine Bühne geben. Einfach im Kommentar erwähnen. Vielen Dank!

Anleitung: Wie organisiere ich eine 1000-Euro-Spende?

Donnerstag, 12. Juli 2012

Nachdem ich in meinem Buch erklärt habe, wie man in 26 Etappen aus einem Schisser einen Glückspilz macht, kommt jetzt eine weitere praktische Anleitung:

Wie kriege ich 1000 Tacken für einen guten Zweck zusammen?

Dazu musste mich erstmal vor etwa einem halben Jahr ein Anwalt anschreiben. Aus Amsterdam ließ dieser mich wissen, er vertrete den Rechteinhaber des Markennamens „Neverwinter“ und wäre an meiner Domain Neverwinter.de interessiert. Ich kam mit Stefan Recht von Perfect World, einem Spezialisten für Online-Rollenspiele, ins Gespräch.

Nach wenigen Mails war mir klar, dass ich mehr bekommen würde, wenn ich einen guten Grund liefere. Also schlug ich Stefan vor, die Domain gegen eine Spendenquittung freizugeben. Begeistert von der Idee trug Stefan diese Idee durch seine Firma, die sich ebenfalls schnell für diesen Vorschlag aussprach. Nach tagelanger Beratung stellten sie mir 1000 Euro zur Verfügung, allerdings sollte ich auswählen, wer begünstigt werden sollte.

1000 Euro! Ich kam schwer ins Grübeln. Denn wie ich bei meiner vierteljährlichen Spendenverteilung immer wieder feststelle, gibt es einfach zu viele förderwürdige Einrichtungen in Deutschland. Also musste ich meine Kriterien einschränken. Diese lauteten:

• Das Projekt sollte in Hamburg beheimatet sein.

• Ich persönlich sollte einen Bezug zum Projekt haben.

Vor einiger Zeit machte ich einen Stadtrundgang von Hinz & Kunzt mit, dem Hamburger Straßenmagazin. Unser Stadtführer Fred zeigte uns eindrucks-, aber auch sehr humorvoll die Lebensfacetten der Obdachlosen in der Hansestadt. Dieser Stadtrundgang hat mir geholfen, diverse Vorurteile abzubauen und mir Probleme vor Augen zu führen, die ich so niemals erwartet hätte.

Eine kurze Absprache mit meinem neuen Ansprechpartner bei Perfect World, Riccardo Comazzi, reichte aus, und die Sache wurde in die Wege geleitet. Heute um kurz nach 14 Uhr kam die Bestätigung: Hinz & Kunzt hat von der Perfect World Europe B. V. eine Zuwendung in Höhe von 1000,00 Euro erhalten. Ich freue mich wie Bolle und werde heute Abend eine Apfelschorle auf den Deal trinken.

Der Domainwechsel ist in die Wege geleitet und geht hoffentlich reibungslos über die Bühne. Abschließend kann ich mich nur bei einigen Personen bedanken: Stefan und Riccardo, die so unterstützend die Sache in die Wege geleitet und selbst Begeisterung gezeigt haben. Fred, der bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Und natürlich bei mir. Ha!

Neues

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ja, es ist EM. Daher auch diese Ereignislosigkeit. Allerdings tut sich ein bisschen was, hier und da, und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Die Spenden fürs erste Quartal (€ 242,28) sind bei den jeweiligen Einrichtungen eingegangen. Eine gute Nachricht schon vorweg: Das zweite Quartal wird das Rekordergebnis des ersten Quartals mit Leichtigkeit toppen, was mich natürlich sehr freut.

Zu den ominösen 1000 habe ich ebenfalls eine tolle Neuigkeit. Gestern hat mit der Marketing Manager von Perfect World, Riccardo Comazzi, den Vertrag für den Domainumzug zugeschickt. Wie ihr wisst, verkaufe ich meine Domain Neverwinter.de an den Spieleanbieter Perfect World, im Gegenzug spendet das Unternehmen an eine karitative Einrichtung meiner Wahl 1000 Euro. Nun wird der Vertrag von mir unterschrieben und nach Amsterdam zu PW geschickt, anschließend der Domainumzug vollzogen.

Wer bekommt die 1000 Euro? Es handelt sich um eine Hamburger Einrichtung, die viel Gutes in der Stadt bewirkt und nachhaltig und sinnvoll arbeitet. Wenn das Geld bei ihnen eingegangen ist, werde ich auch den Namen nennen und das Projekt etwas genauer vorstellen. Bis dahin: Geduld, Geduld.

1000!

Dienstag, 29. Mai 2012

Vor einiger Zeit berichtete ich, dass der Spieleanbieter Perfect World meine Domain Neverwinter.de übernehmen möchte. Als Gegenleistung bat ich Stefan Recht von PW um eine Spende an eine karitative Einrichtung.

Vor wenigen Tagen erreichte mich eine E-Mail, in der mir Stefan mitteilte, dass seine Firma 1000 Euro bereitstellen würde. Allerdings solle ich den Empfänger auswählen. Erst einmal freue ich mich sehr über die Bereitschaft von PW, mir mit einer großzügigen Summe entgegenzukommen. Übers lange Wochenende habe ich mir viele Gedanken gemacht, denn eine solche Summe könnten einige Hilfsorganisationen gebrauchen.

Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Diese habe ich soeben Stefan per E-Mail mitgeteilt. Wer die 1000 Euro bekommt, wird aber erst verraten, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Spannung!