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	<title>Weltgeschichte.org &#124; Laufen für die Welt.</title>
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		<title>Silvester in Budapest</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war im Urlaub. Schön, nicht? Also für mich, meine ich. Über Silvester war ich mit meiner Freundin in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Eigentlich haben wir nur eine günstige Reise gesucht, gefunden haben wir eine Gesellschaft im Umbruch, eine atemberaubende Vergangenheit, eine Perle an der Donau mit schattigen Stellen, quasi. Wir waren in der preiswerten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war im Urlaub. Schön, nicht? Also für mich, meine ich. Über Silvester war ich mit meiner Freundin in der ungarischen Hauptstadt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Budapest" target="_blank">Budapest</a>. Eigentlich haben wir nur eine günstige Reise gesucht, gefunden haben wir eine Gesellschaft im Umbruch, eine atemberaubende Vergangenheit, eine Perle an der Donau mit schattigen Stellen, quasi.</p>
<p>Wir waren in der preiswerten <a href="http://www.koronapension.hu/" target="_blank">Korona Panzió</a> untergebracht. Um vom Flughafen dorthin zu gelangen, darf man keine Angst haben und sollte die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Da man grundsätzlich für eine Fahrt einen festen Preis bezahlt (egal wie weit man fährt), haben wir das folgendermaßen gelöst: Zunächst sind wir mit dem Zug ab Ferihegy bis Deák Ferenc tér gefahren und haben dort am Kartenschalter für etwa fünfzehn Euro pro Nase eine Wochenkarte gekauft. Grundkenntnisse in Englisch helfen hier sehr weiter, mit Deutsch kommt man in etwa so weit wie in Frankreich. Die Frau am Schalter war übrigens sehr zuvorkommend und hilfsbereit, so wie eigentlich fast alle Budapester, denen wir begegnet sind.</p>
<p>Die Wochenkarte muss unterschrieben werden, sonst ist sie nicht gültig. Apropos gültig: die Karte gilt für alles, was in Budapest (<a href="http://www.orangesmile.com/travelguide/budapest/city-maps.htm" target="_blank">Karte</a>) so herumfährt: Busse, U- und S-Bahnen, Trams und Trolleybusse (Oberleitungsbusse). Das alles als Flatrate für knapp mehr als zwei Euro am Tag ist schon ein arg lächerlicher Kurs, einfach grandios und sehr empfehlenswert. Die Öffis fahren häufig und pünktlich, für Smartphones gibt es eine offizielle App der Budapester Verkehrsbetriebe. Die ist zwar auf Ungarisch, aber nach ein paar Minuten weiß man zumindest, wie man die Abfahrtszeiten der jeweiligen Haltestellen herausfindet. An den U-Bahn-Eingängen stehen häufig Kontrolleure, die zwar höflich und auch hilfsbereit sind, aber bei Schwarzfahrern keine Gnade kennen. Herausreden ist nicht, egal wie. Ab Deák Ferenc tér sind wir eine Station mit der M2 (rote U-Bahn-Linie) bis Ferenciek tere gefahren, um von dort aus mit der Buslinie 8 über die Donau zu düsen. Übrigens sind nicht alle Buslinien ausgeschildert. Wenn man nicht weiter weiß, einfach irgendjemanden fragen. </p>
<p>Hier ein kleiner Exkurs über Taxis/Taxen in Budapest: Grundsätzlich sollte man nicht in Taxis steigen, die am Straßenrand halten. Wir wurden auch einmal beschissen, leider in der Silvesternacht. Bei uns wurde der doppelte Fahrpreis aufgerufen. Ich kann nur jeden davor warnen, aus Faulheit ins nächstbeste Taxi zu steigen, auch wenn das Fahrzeug auf den ersten Blick seriös aussieht. Unser Beschiss-Taxi war eine liebevolle Kopie eines seriösen Taxi-Unternehmens, leider fielen uns die zahlreichen Ungereimtheiten erst hinterher auf (dazu muss man aber auch erwähnen, dass wir ein wenig angetrunken waren): </p>
<p>1.) Der Taxifahrer konnte uns für eine gängige Strecke keinen Preis im Voraus nennen, sondern sagte nur: „Taxameter“. So etwas ist extrem verdächtig. Jeder Taxifahrer kennt die gängigen Strecken und kann vorher sagen, wie viel sie ungefähr kostet. </p>
<p>2.) Das Taxameter sah aus wie eins aus den 80ern. Die seriösen Taxen haben alle hochmoderne Taxameter, die etwas ungewöhnlich aussehen und teuer sind. Betrüger kaufen sich nur selten teure Taxameter, weil diese nur schwer zu manipulieren sind.</p>
<p>3.) Der Taxameter-Betrag sprang unregelmäßig nach oben. Wenn Sie so etwas feststellen, sofort anhalten lassen und mit der Polizei drohen. Auch ungarische Taxameter steigen gemächlich in kleinen Schritten, wie Sie es aus Deutschland kennen. Alles andere ist Betrug.</p>
<p>4.) Das Taxi hatte keine Preistabelle auf der Heckscheibe kleben.</p>
<p>5.) Der Fahrer redete in einer Tour. Seriöse Fahrer quatschen nicht die Fahrgäste voll. Das tun die, um die Fahrgäste vom Taxameter abzulenken.</p>
<p>Die korrekte Art, in Budapest mit dem Taxi zu fahren: Am einfachsten ist es, sich eins vom Hotel oder Restaurant rufen zu lassen. Oder selbst eins rufen, soweit ich weiß kann man auf Englisch oder sogar Deutsch eins bestellen. Vor der Reise die gängigen Taxinummern heraussuchen – ich kann z.B. <a href="http://www.citytaxi.hu/" target="_blank">City Taxi</a> sehr empfehlen. Total freundlich, zuvorkommend, günstig und seriös. Da die Ungarn genauso bürokratisch und korrekt unterwegs sind wie die Deutschen, trägt jede Straße einen Namen, und das Taxirufen ist ein Kinderspiel. Die zweite Möglichkeit ist, an einem offiziellen Taxistand ins Taxi zu steigen. Dort trauen sich die illegalen Taxis gar nicht hin, die stehen meistens irgendwo in der Nähe oder vorm Bahnhof. Fahrer, die einen ins Taxi locken wollen, grundsätzlich ignorieren. So was tun seriöse Fahrer nicht. Ein kleiner Tipp: Vor jeder Taxifahrt unauffällig das Nummernschild fotografieren. Werden Sie betrogen, gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige.</p>
<p>Wir waren noch ziemlich müde und der Himmel grau, trotzdem hielt sich unsere Laune dank der netten Budapester und der beeindruckenden Aus- und Ansichten wacker. Wir fuhren die letzten Meter noch mit der Tramlinie 59 bis Márton Áron tér (was eigentlich nicht nötig gewesen wäre: die Buslinie 8 fährt bis hier!), stiegen dort in die Buslinie 53 bis zur Haltestelle Nagyszalonta utca und standen direkt vor der Korona Panzió. Für den Preis bekamen wir eine ordentliche Behausung, auch wenn die Heizung Probleme machte. Die ersten zwei Tage lag meine Freundin krank im Bett, das war ein wenig schade, aber danach haben wir uns durchgehend die unterschiedlichsten Ecken Budapests angeschaut. Besonders empfehlenswert ist es, auf eigene Faust Seitenstraßen und abgelegene Viertel zu erkunden. In Sachen Street Art hat Budapest extrem außergewöhnliche, witzige und politische Motive zu bieten. Und politisch läuft es ja nicht ideal dort unten, auch wenn nationalistische oder überpatriotische Stimmen es behaupten. Ich möchte jetzt auch keine politischen Diskussionen starten, nur eines: Rechtspopulisten und Antisemiten haben in Regierungsämtern nichts verloren. Kommentare in die Richtung werden gelöscht, damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Wir sind am zweiten Januar in die Massendemo hineingeraten, die durch die Presse ging. Dort haben wir engagierte Demokraten erlebt, die um die Ungarische Republik kämpfen. Ihnen können wir nur den allergrößten Respekt zollen und viel Erfolg wünschen. Von den anderen EU-Staatschefs kann man nix erwarten, das sind alles geldorientierte Flachpfeifen. Schade.</p>
<p>Der Jahreswechsel übrigens war grandios. Kalt, aber grandios. Wir standen auf der Mauer der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fischerbastei" target="_blank">Fischerbastei</a> mit einem traumhaften Blick über das nächtliche Budapest. Hier mal ein heißer Tipp für Silvesterurlauber: Wer es beschaulich mag, feiert auf der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buda" target="_blank">Buda</a>-Seite (dort, wo wir waren). Wer es laut mag und richtig Bock auf Feuerwerk hat, geht auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pest_(Stadt)" target="_blank">Pest</a>-Seite. Noch ein Hinweis: In Budapest wird geböllert. Ich hasse Böller bzw. laute, sinnlose Silvester-Knaller, und dementsprechend war ich mit Ohropax unterwegs. Noch ist es dort nicht ganz so schlimm wie in Deutschland, aber leider wird es von Jahr zu Jahr immer mehr. Allerdings wird nach der Silvesternacht nicht mehr geböllert wie bei uns. Am zweiten Januar hat man seine Ruhe und wird nicht von dummen Kindern mit Böllern beworfen. Auch nicht von intelligenten. Uff.</p>
<p>Kulinarisch haben wir uns einigermaßen ausgetobt. Meine Freundin ist Vegetarierin, d. h. keine Freundin der ungarischen Landküche. Ungarn essen gerne Fleisch mit Fleisch und Fleisch, am besten noch etwas Fleisch dazu. Leider hatten die veganen Restaurants Budapests geschlossen. Sowieso scheint es wohl gängig zu sein, zwischen Weihnachten und dem ersten oder zweiten Januar sein Geschäft zu schließen. An Silvester gingen um 13 oder 14 Uhr die Rollläden runter. Doof. Ein Geschäft, das selten geschlossen hat und unbedingt einen Besuch wert ist: <a href="http://eprecske.kepkeretezo.com/" target="_blank">Eprecske Képkeretezés</a> (Eprecske Bilderrahmen) in der Dob utca 2. Wie der Name schon sagt, handelt es sich zunächst einmal um ein Geschäft für Bilderrahmen. Dort kann man aber auch Bilder kaufen, und das zu unverhältnismäßig niedrigen Preisen. Wir haben uns vier Leinwanddrucke des in Berlin lebenden ungarischen Künstlers <a href="http://www.andrasbartos.com/" target="_blank">Andras Bartos</a> für etwa acht Euro pro Stück gekauft, inklusive Rahmen. Bartos’ Illustrationen sind einfach fantastisch und hintergründig, sein Stil schlichtweg genial. Außerdem finden sich einige Budapest-Bilder, die als Andenken wesentlich eigenständiger sind als die zwei Milliarden Standardsouvenirs in den gängigen Touristenshops.</p>
<p>Fazit unserer kleinen Reise: Eine Woche ist zu kurz für diese vielschichtige Stadt. Wir haben die schönen Seiten erlebt, aber auch die weniger schönen. Obdachlosigkeit scheint ein verbreitetes Problem zu sein, der ungarische Staat steht aktuell kurz vor der Pleite. Aber die Ungarn sind uns sehr ans Herz gewachsen. Ich kann nicht häufig genug erwähnen, wie freundlich, höflich, hilfsbereit und rücksichtsvoll wir sie erlebt haben. Das war definitiv nicht unser letzter Ungarn-Urlaub.</p>
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		<title>ProSieben: Grüne Floskeln, nix dahinter</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 10:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“ (Original: „An Inconvenient Truth“) ist Umweltschutz schwer in Mode. Auch wenn die Leute weiterhin alle Geräte auf Stand-by gestellt lassen, Batterien in den Hausmüll werfen und exzessiv Fleisch konsumieren, behaupten alle, mehr auf die Umwelt zu achten. Und wo die Masse ist, ist der Privatsender ProSieben natürlich nicht weit. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore">Al Gores</a> „Eine unbequeme Wahrheit“ (Original: „An Inconvenient Truth“) ist Umweltschutz schwer in Mode. Auch wenn die Leute weiterhin alle Geräte auf Stand-by gestellt lassen, Batterien in den Hausmüll werfen und exzessiv Fleisch konsumieren, behaupten alle, mehr auf die Umwelt zu achten. Und wo die Masse ist, ist der Privatsender ProSieben natürlich nicht weit. Im Mai 2011 riefen die Verantwortlichen des Senders den <a href="http://www.prosieben.de/tv/greenseven/">Green Seven Monat</a> aus. Neben der Ausstrahlung einiger Dokumentationen nahmen Formate wie „Galileo“ zahlreiche Umweltthemen ins Programm. Mülltrennung, Aufforstung, Klimaschutz, Sprit sparen, all dies wurde bis zum Erbrechen durchgekaut. Daran ist auch nichts auszusetzen, ganz im Gegenteil. Es gibt aber ein großes Aber.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-416" title="Alles grün bei ProSieben?" src="http://www.weltgeschichte.org/wp-content/uploads/2011/11/20111123_greenseven-400x243.png" alt="" width="400" height="243" /></p>
<p style="font-size:small; color: #999;">Quelle: http://www.prosieben.de/tv/greenseven/ © ProSiebenSat.1 Media</p>
<p>Aber: Erst im Alltag beweist ein Sender, wie konsequent er ist. In diesem Punkt versagt ProSieben kläglich. Um das zu veranschaulichen, picke ich mal die Sendung „Galileo“ heraus. Früher wurde mir bei „Galileo“ erklärt, wie der Mais vom Feld in die Dose kommt. Dazu ein paar Bonduelle-Logo-Einblendungen, fertig. In letzter Zeit aber häufen sich unerklärliche Boulevardbeiträge, die mit Umweltbewusstsein nichts zu tun haben oder im Gegenteil ausgesprochen umweltschädlich sind. Beispiele:</p>
<p>Bei einem Rekordversuch (es stellt sich hier die Frage, wieso Galileo versucht, sinnlose Rekorde aufzustellen) wurden über zweitausend Colaflaschen mit Mentos-Bonbons befeuert, um so eine entsprechende Anzahl an Fontänen zu erzeugen. Angesichts verdurstender Kinder in Somalia oder im Sudan indiskutabel und an Zynismus kaum zu überbieten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/qhUpr_FFgT8" frameborder="0" width="430" height="248"></iframe></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/088fQ_N8KRA" frameborder="0" width="430" height="248"></iframe></p>
<p>In diese Kategorie fällt auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jumbo_Schreiner">Jumbo Schreiner</a>, der eine zeitlang durch die Weltgeschichte fuhr und besonders große Portionen diverser Gerichte (bevorzugt: Fleisch) probierte. Ich weiß zwar nicht, ob er das immer noch macht, ich fand es aber damals schon völlig daneben, mit Essen zu spielen.</p>
<p>Neuerdings gibt es bei „Galileo“ die Rubrik „Galileo Experiment“. Wenn ProSieben um 20:15 Uhr einen Hollywood-Blockbuster im Programm hat, spielen irgendwelche Menschen bei Galileo in dieser Rubrik diverse Filmstunts nach. Beispielsweise wird dann schon mal ausprobiert, ob ein Fass voller Schießpulver explodiert, wenn man mit Handfeuerwaffen draufballert. Oder es wird versucht, mit einem Düsentriebwerk ein Fahrzeug wegzublasen. Erstens sind solche Experimente völlig uninteressant und langweilig, und zweitens eher selten von Belang. Wieso dafür jede Menge Kohlendioxid in die Luft geblasen wird, verstehen wohl nur die Quotennutten von ProSieben.</p>
<p>Dann gibt es noch diese Kochrubrik, in der diverse Menschen zeigen, wie dumm sie sind. Die läuft immer nach dem identischen Prinzip ab: Ein Laie und ein „Profi“ (der dem Zuschauer grundsätzlich tierisch unsympathisch erscheint) versuchen sich an einem vorgegebenen Gericht, beispielsweise Pfannkuchen. Der Laie macht absichtlich alles falsch, damit der Profi so viele schlaue Tipps wie möglich geben kann. Das verbockte Gericht landet im Müll, gegessen wird das gelungene vom Profi. Diese Rubrik regt mich am meisten auf, weshalb ich die Sendung nicht mehr gucken werde. Klar bereitet man im Fernsehen Themen anschaulich auf. Aber das geht ganz bestimmt auch, ohne jede Menge Lebensmittel in den Müll zu kippen. Was denken sich diese (sorry) Idioten dabei? Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Und dann in einem anderen Beitrag scheinheilig anmerken, dass die Deutschen doch ach so viele Lebensmittel wegwerfen würden. Geht’s noch?</p>
<p>Auf die Umwelt zu pfeifen sei jedem freigestellt. Damit müssen dann eben die Kinder und Kindeskinder auch der ProSieben-Angestellten klar kommen. Aber Scheinheiligkeit ist einfach das Letzte. Auf der einen Seite dem Zuschauer ein schlechtes Gewissen machen, dass er doch so ein Megaversager beim Thema Umweltschutz sei, und dann auf der anderen Seite fröhlich Autos in die Luft jagen und Lebensmittel wegwerfen. ProSieben ist natürlich nicht der einzige Sender, der sich in diesem Punkt tagtäglich lächerlich macht. Aber er ist auf jeden Fall ganz vorne mit dabei.</p>
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		<title>Typisch deutsch</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 10:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich blogge seit 2005. Damals kannte man das Wort Bloggen noch nicht so wie heute, ich nannte es Online-Tagebuch und schrieb meine Meinung ins Netz. Vieles davon würde ich heute nicht mehr machen. Beleidigungen, Beschimpfungen, persönliche Diffamierungen waren an der Tagesordnung. Kommentieren konnte man noch nicht direkt unter die Artikel. Ich bearbeitete bei jedem Post [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich blogge seit 2005. Damals kannte man das Wort Bloggen noch nicht so wie heute, ich nannte es Online-Tagebuch und schrieb meine Meinung ins Netz. Vieles davon würde ich heute nicht mehr machen. Beleidigungen, Beschimpfungen, persönliche Diffamierungen waren an der Tagesordnung. Kommentieren konnte man noch nicht direkt unter die Artikel. Ich bearbeitete bei jedem Post eine html-Seite und lud sie jedes Mal neu hoch. In all den Jahren habe ich natürlich einige Shitstorms mitgemacht, besonders als die erste WordPress-Version online war.</p>
<p>Meine Meinungen sind kontrovers. Ich verstehe sie teilweise selbst nicht, jedenfalls polarisierten sie schon immer. Das war der Reiz des Bloggens, aber auch die Gefahr. Ein ehemaliger Dozent von mir, der gerade in Dortmund ein beeindruckendes Kunstprojekt an der Betonmauer vor dem Dortmunder U realisiert hat, wollte mich fast verhauen, weil ich damals einige Abläufe an unserer Hochschule offengelegt und kritisiert habe. Dieser Eintrag war wohl der bis heute meist diskutierte, den ich je geschrieben habe, und mittlerweile sollen sich die Zustände an besagter Schule gebessert haben. Zu meiner Zeit gab es extrem viel zu kritisieren, und im Nachhinein betrachtet war ich mit meinem Eintrag noch viel zu milde. Die Reaktionen allerdings haben mich als Blogger extrem weitergebracht. Gewisse Verhaltensweisen lernt man erst, wenn man solche Situationen überstehen musste.</p>
<p>Der Kern der Lehren, die ich damals gezogen habe, lautet: Es zählen nur Argumente. Beleidigungen, Unterstellungen, Ignoranz und Zynismus bringen eine Diskussion nicht weiter. Seitdem habe ich nie wieder Probleme mit Haters, Trolls und Spams gehabt. Als aktuelles Beispiel seien die Vorgänge der letzten Tage genannt, als die Veranstalter eines Gewinnspiels sich ungerecht bewertet fühlten. Jemand aus der Agentur, die für das veranstaltende Unternehmen arbeitet, begab sich anonym auf mein Blog, um zu trollen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen und Entgegenkommen erfolgte weder eine Argumentation noch ein Einlenken. Also habe ich dem ein Ende gesetzt und gut is. Allerdings hatte der Besuch dieses Agenturmenschen auf meiner Seite auch etwas Gutes: Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich ein <a href="http://www.weltgeschichte.org/impressum/">Impressum</a> für mein Blog benötige. Hätte ich nicht gedacht, ist aber <a href="http://www.linksandlaw.info/Impressumspflicht-15.html">juristisch korrekt</a>, da es sich bei einem Blog um ein meinungsbildendes Medium handelt. Zwar hätte er mich auch ohne Beleidigung und Drohung darauf aufmerksam machen können, aber diese Möglichkeit zog er leider nicht in Betracht. Sei’s drum.</p>
<p>Kurzerhand habe ich einen <a href="http://www.weltgeschichte.org/kodex/">Kodex</a> erstellt, der kurz erläutert, wie man sich auf dieser (und eigentlich auf jeder anderen) Website zu verhalten hat. Ich dachte, im Jahre 2011 sei so etwas nicht mehr nötig. Aber wenn erwachsene Menschen, die auch noch in derselben Branche arbeiten wie ich und eigentlich gebildet sein sollten, sich zu genannten Kindereien hinreißen lassen, dann besteht Handlungsbedarf. Vielleicht bin ich ja einfach schon zu deutsch, dass ich hier mit Paragrafen und Regeln um mich werfe. Ansonsten danke ich für die Unterstützung meiner Leser, die nach Berlin fahren wollten, um die Angelegenheit handfest zu klären. Gewalt ist keine Lösung und dafür steht das Projekt Weltgeschichte.org auch nicht. Die Hände sind nicht da, um sie zur Faust zu ballen. Sie sind da, um sie sich zu reichen. Sniff. Taschentuch, bitte.</p>
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		<title>Wie Smart sich auf Facebook selbst entlarvte</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 14:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spendenaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachtrag 17. November 2011: Einer muss immer das letzte Wort haben. Auf meinem Blog bin ich das. Jemand von der Smart-Agentur InterOne oder seinem Umfeld meint, die Kommentarfunktion sei fürs Trollen gedacht. Dem ist aber nicht so. Als ausgewiesene Online-Experten sollte man wissen, dass man überall seine IP-Adresse hinterlässt. Wenn man also anderer Meinung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachtrag 17. November 2011:</strong></p>
<p>Einer muss immer das letzte Wort haben. Auf meinem Blog bin ich das. Jemand von der Smart-Agentur InterOne oder seinem Umfeld meint, <a href="http://www.weltgeschichte.org/2011/11/wie-smart-sich-auf-facebook-selbst-entlarvte/#comments">die Kommentarfunktion sei fürs Trollen gedacht</a>. Dem ist aber nicht so. Als ausgewiesene Online-Experten sollte man wissen, dass man überall seine IP-Adresse hinterlässt. Wenn man also anderer Meinung ist als ich, sollte man nicht so lange herumpöbeln, bis ich die IP-Adresse und den Absender veröffentliche. Nur so als allgemeine Verhaltensregel in Blogs. Die Smart-Geschichte ist für mich hiermit erledigt. Damit meine ich, dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden soll. Alle weiteren Kommentare des anonymen Trolls aus Berlin werden gelöscht.</p>
<p><strong>Nachtrag 16. November 2011:</strong></p>
<p>Die Wogen scheinen sich zu glätten, nachdem sie ganz schön aufgetürmt sind (siehe z. B. Kommentare unter diesem Eintrag). Die Friedensverhandlungen laufen und gestalten sich hoffnungsvoller als die im Nahen Osten. Immerhin.</p>
<p><strong>Originalartikel:</strong></p>
<p>Vielleicht liegt es an der fehlenden Rückbank. Vielleicht aber auch an fehlendem Hirnschmalz. So oder so, mit einem an sich netten Gewinnspiel auf Facebook hat Smart Deutschland es geschafft, Kinder in Not zu beleidigen, engagierte Helfer zu verärgern und viel mehr Gegner zu gewinnen als neue Freunde.</p>
<p><img src="http://www.weltgeschichte.org/wp-content/uploads/2011/11/20111115_Smart-400x234.png" alt="" title="Facebook Smart Deutschland" width="400" height="234" class="alignnone size-medium wp-image-377" /></p>
<p>Die Geschichte dazu ist schnell erzählt: Vor einiger Zeit fragte Roman vom <a href="http://www.millionentausch.de/">Millionentausch</a> verschiedene Pkw-Hersteller, ob sie bereit wären, einen Neuwagen gegen die Ägyptenreise zu tauschen. Wie auch zahlreiche andere Hersteller schickte Smart eine höfliche Absage. Allerdings wurde Roman auf ein Gewinnspiel aufmerksam, das Smart auf Facebook veranstalten wollte. Dort konnte man ein Smart ForTwo für 99 Euro gewinnen – also der Gewinner sollte die Möglichkeit bekommen, den Smart für 99 Euro zu kaufen. Im darauffolgenden Fotowettbewerb setzten sich fünfzig Bilder durch, die danach von einer Jury gesichtet wurden. Schon da gab es einige Ungereimtheiten, da die Wettbewerbsregeln teils nicht eingehalten wurden und es zusätzlich Probleme bei der Stimmabgabe gegeben haben soll. Jedenfalls kürte die Jury ein hübsches Bild zum Sieger, aber eben nicht das von Roman. Bis hierher ist alles in Ordnung. Zwar schade, aber das Siegerbild ist wirklich schön und hat es verdient.</p>
<p>Nun aber lobte Smart Trostpreise für drei weitere Beiträge aus. Auch Romans Bild sollte einen Trostpreis bekommen. Ich kenne Roman und halte ihn für einen bedachten, geduldigen und verständnisvollen Menschen. Er ist niemand, der schnell ausrastet, cholerisch herumspringt und Leute schlägt. Wenn dieser Roman also sauer wird, dann hat das einen triftigen Grund. So einer kann sein, das soziale Engagement einiger kleiner Fische, die nie Tennis gespielt, geboxt oder irgendeinen Scheiß moderiert haben, zu ignorieren. So einer kann sein, trotz klarer Befürwortung der Mehrheit einen anderen Beitrag zum Sieger zu erklären. Aber so einer darf nicht sein, ein Projekt für misshandelte Kinder und Gewaltprävention ins Lächerliche zu ziehen. Genau das haben die Marketingmenschen von Smart getan. Indem sie einerseits sein soziales Engagement loben (es aber nicht unterstützen), aber gleichzeitig Mitte November jemandem, der sich von zwei Steinen zu einer einwöchigen Luxus-Ägyptenreise hochgetauscht hat, zwei Werbe-Sonnenliegen anbieten und schreiben, diese wären „bestimmt zum Tauschen brauchbar“ (sic!).</p>
<p><img src="http://www.weltgeschichte.org/wp-content/uploads/2011/11/Smart_Preis.png" alt="" title="Mitten im November: Smart verschenkt Werbeliegen" width="279" height="227" class="alignnone size-full wp-image-378" /></p>
<p>Aus Marketingsicht könnte ich hier schon etliche Punkte anführen, wieso das ein absolutes Desaster für die Marke ist. Es wäre ein Einfaches gewesen, „ausnahmsweise“ einen weiteren Smart zu spendieren. So wären alle glücklich gewesen und hätten Smart als warme, menschliche Marke wahrgenommen, die sich wirklich Gedanken um ihre Kunden macht. Und es hätte nicht einmal besonders viel gekostet. Die Smart-Fahrer von heute sind vielleicht die Mercedes-Fahrer von morgen. Ein wenig Investment hätte sich gelohnt. Oder wo genau hätte das Problem gelegen, stattdessen einen 99-Euro-Gutschein für Amazon springen zu lassen, passend zum Thema? Wäre nicht viel gewesen, aber doch nicht so ungeschickt wie zwei Werbeartikel, die auch noch null in diese Jahreszeit passen. Stattdessen haben sie damit über 1000 Millionentausch-Freunde (so viele erreicht Roman inzwischen mit einem einzigen negativen Posting über Smart) verprellt. Darunter sind viele, die mit der <a href="http://haensel-gretel.de/">Stiftung Hänsel+Gretel</a> zu tun haben und tagtäglich mit missbrauchten und/oder misshandelten Kindern zu tun haben. Muss das alles für sie nicht klingen wie Hohn? Was ist von einer Marke zu halten, die so wenig Sensibilität beweist bei einem so eindeutigen Thema wie Kindesmissbrauch?</p>
<p>Ich für meinen Teil bin von Smart schwer enttäuscht. Weil die Marke gezeigt hat, dass sie nur eine Marke ist – und die Idee der sozialen Medien definitiv nicht verstanden hat. Und was die fehlende Rückbank angeht: Ist doch prima für die Marketingexperten bei Smart. So müssen die Kinder nicht mitkommen, und die asozialen Erwachsenen können schön unter sich bleiben.</p>
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		<title>4 Klicks für eine gute Sache</title>
		<link>http://www.weltgeschichte.org/2011/11/4-klicks-fur-eine-gute-sache/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:26:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spendenaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute schon etwas Gutes getan? Ja? Lust, mit vier Klicks ein bisschen mehr zu tun? Folgendes: Smart verlost einen Smart. Dazu gibt es ein Foto-Wettbewerb, und der Millionentausch für die Stiftung Hänsel + Gretel (gegen Kindesmissbrauch) macht mit. Und so einfach helfen Sie – mit nur vier Mausklicks: Oder fünf, wenn Sie diesen hier mitzählen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute schon etwas Gutes getan? Ja? Lust, mit vier Klicks ein bisschen mehr zu tun? Folgendes: Smart verlost einen Smart. Dazu gibt es ein Foto-Wettbewerb, und der Millionentausch für die Stiftung Hänsel + Gretel (gegen Kindesmissbrauch) macht mit. Und so einfach helfen Sie – mit nur vier Mausklicks:</p>
<p><a href="http://www.millionentausch.de/2011/11/4-klicks-fur-1-gute-sache/">Oder fünf, wenn Sie diesen hier mitzählen.</a></p>
<p>Einfach. Machen. Danke.</p>
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		<title>Kalifornien, deine Kinder</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 09:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Edmund Gerald „Jerry“ Brown, Jr. ist ein bemerkenswerter Mann. Nicht, weil er der bis dato jüngste Gouverneur Kaliforniens war, sondern mit seiner zweiten Amtszeit auch der älteste Gouverneur Kaliforniens ist. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der ja für republikanische Verhältnisse durchaus respektable Ziele verfolgte, raucht er aber nicht nur den ganzen Tag und schwängert irgendwelche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jerry_Brown">Edmund Gerald „Jerry“ Brown, Jr</a>. ist ein bemerkenswerter Mann. Nicht, weil er der bis dato jüngste Gouverneur Kaliforniens war, sondern mit seiner zweiten Amtszeit auch der älteste Gouverneur Kaliforniens ist. Im Gegensatz zu seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Schwarzenegger">Vorgänger</a>, der ja für republikanische Verhältnisse durchaus respektable Ziele verfolgte, raucht er aber nicht nur den ganzen Tag und schwängert irgendwelche Hausangestellten (wie herrlich polemisch ich doch sein kann). Nein, er hat ein wichtiges Gesetz verabschiedet. Der typisch US-amerikanische Name: „Dream Act“.</p>
<p>Demnach werden Kinder illegaler Einwanderer unter bestimmten Bedingungen (die in <a href="http://www.zeit.de/studium/2011-10/studium-usa">diesem Artikel</a> nicht genannt werden) mit staatlichen Mitteln gefördert, wenn sie an die Uni wollen. Der texanische Gouverneur Rick Perry (Republikaner) hat ähnliches vor und vergrätzt damit momentan die Ultrarechten in seiner Partei. Aber die haben von Grenzproblemen und Mexiko und dem ganzen Kladderadatsch keine Ahnung, also klammern wir sie mal stumpf aus.</p>
<p>Meine Meinung dazu: Ich bin zwar nicht unbedingt der treueste Freund davon, an der Spitze des Eisbergs herumzukraxeln, während unten die Bombe tickt. Trotzdem finde ich es einfach nur richtig, Potenziale zu fördern, anstatt sie zu ignorieren. Jerry Brown hatte sicherlich nicht einfach nur soziale Interessen im Kopf, als er sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern das Gesetz erdachte. Mit dem Dream Act werden gleich mehrere Probleme gelöst oder zumindest abgemildert:</p>
<p>1.) Ohne Einwanderer wäre die USA ein ziemlich leeres Fleckchen Erde. Sie zu fördern ist eine Rückbesinnung auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung_in_die_Vereinigten_Staaten">Anfänge der Besiedlung</a>.</p>
<p>2.) Nutzung der Potenziale, wie bereits oben angerissen.</p>
<p>3.) Rechtzeitige Vermeidung einer Parallelgesellschaft. Mit einer Ausgrenzungspolitik schaffe ich Probleme, wie ich sie hier <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einwanderung_aus_der_T%C3%BCrkei_in_die_Bundesrepublik_Deutschland">in Deutschland mit den türkischen Einwanderern</a> geschaffen habe.</p>
<p>4.) Hilfe zur Selbsthilfe. Der Staat schafft stabilere Strukturen unter den zugewanderten Familien, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann selbst Arbeitsplätze schaffen (und nicht wegnehmen, wie Gegner des Gesetzes behaupten) und folgt damit auch wirtschaftlichen Interessen.</p>
<p>Apropos Gegner. Diese weisen auf die Gefahr hin, mit dem Gesetz würde man illegale Einwanderer motivieren, nach Kalifornien zu kommen. Haben sich diese Menschen einmal die Zustände auf den mexikanischen Bahnhöfen oder an den Grenzen angesehen? Die Einwanderer riskieren bereits Kopf und Kragen, im Staat Kalifornien leben 35,9 Prozent Hispanics, ein Viertel aller Kalifornier stammt aus Mexiko (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kalifornien">Quelle</a>). Sie fallen von Zügen, verrecken in der Wüste, lassen ihre Familien zurück. Eine Uni-Förderung ist ja schön und gut, aber ich denke nicht, dass auch nur ein einziger Mensch deswegen extra in die USA aufbricht.</p>
<p>Aus den Staaten hören wir immer nur über Abschottungen und Ausgrenzungen. Insofern nehme ich die aktuelle Nachricht wohlwollend zur Kenntnis und bin gespannt, wie sich das Ganze in den nächsten 30 Jahren entwickeln wird. 2041 werde ich dann ein Fazit bloggen, bis dahin empfehle ich, täglich hier vorbeizuschauen.</p>
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		<title>Jetzt auch für Kindle und andere E-Book-Reader: Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 09:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Camino 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Für € 14,90 gibt es die E-Book-Version meines Jakobsweg-Buches. Nicht nur für den Amazon Kindle, sondern auch fürs iPad und für alle epub-Reader. Auch die Einnahmen für die E-Book-Version werden komplett gespendet. Nachdem bereits zwei Spenden an die Kindernothilfe gegangen sind, geht die nächste an Schalke hilft! für benachteiligte Kinder in meiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Hier! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.weltgeschichte.org/wp-content/uploads/2011/08/9783839162125_cover159.jpg" alt="" title="Cover der vierten Auflage: Vom Schisser zum Glückspilz." width="159" height="252" class="alignnone size-full wp-image-347" /></p>
<p>Für € 14,90 gibt es die E-Book-Version meines Jakobsweg-Buches. Nicht nur für den Amazon Kindle, sondern auch fürs iPad und für alle epub-Reader. Auch die Einnahmen für die E-Book-Version werden komplett gespendet. Nachdem bereits zwei Spenden an die Kindernothilfe gegangen sind, geht die nächste an Schalke hilft! für benachteiligte Kinder in meiner Heimatstadt Gelsenkirchen.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Schisser-Gl%C3%BCckspilz-sechsundzwanzig-Etappen-ebook/dp/B005NYS2DK/ref=tmm_kin_title_0?ie=UTF8&#038;m=A11MW6AJTK8WZ7" title="„Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“ bei Amazon.de">Hier!</a></p>
<p><a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/16447947/maori_kunigo_vom_schisser_zum_glueckspilz_in_sechsundzwanzig_etappen.html" title="„Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“ bei Libri als epub-Download.">Und hier!</a></p>
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		<title>Millionentausch: (Fantastisches) Interview mit Initiator Roman Jonsson.</title>
		<link>http://www.weltgeschichte.org/2011/09/millionentausch-fantastisches-interview-mit-initiator-roman-jonsson/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 09:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spendenaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ziel: Eine Million Euro für Kinder in Not. Eine stattliche Summe, die nicht einfach irgendwo in einem Hamburger Brunnen herumliegt. Oder doch? Roman Jonsson und Marcin Baba sagen: Ja. Aber nur indirekt. Vor 15 Monaten startete die Aktion Millionentausch für die Stiftung Hänsel + Gretel. Christoph Metzelder, myToys.de und Ültje haben schon mitgemacht. Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ziel: Eine Million Euro für Kinder in Not. Eine stattliche Summe, die nicht einfach irgendwo in einem Hamburger Brunnen herumliegt. Oder doch? Roman Jonsson und Marcin Baba sagen: Ja. Aber nur indirekt. Vor 15 Monaten startete die Aktion <a href="http://www.millionentausch.de/">Millionentausch</a> für die <a href="http://www.haensel-gretel.de/">Stiftung Hänsel + Gretel</a>. Christoph Metzelder, <a href="http://www.mytoys.de">myToys.de</a> und <a href="http://www.ueltje.de/">Ültje</a> haben schon mitgemacht. Vielleicht kennen Sie ja jemanden, der eine Woche Ägypten all inclusive gebrauchen kann – als Geschenk, als Erholungsurlaub oder als Motivationshilfe für die Angestellten. Das Interview führte ich am 19. September 2011 per Skype-Chat. Es ist nicht nur ein Meilenstein der Interviewtechniken geworden, sondern auch einer der Interviewantworten. Zwei Meilensteine. Wie zwei Kieselsteine. Kein Zufall. Viel Spaß beim Lesen:</p>
<div style="width:425px" id="__ss_8991301"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/Millionentausch/millionentausch-gypten-slideshare" title="Millionentausch Ägypten Slideshare" target="_blank">Millionentausch Ägypten Slideshare</a></strong> <object id="__sse8991301" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=millionentauschslideshare-110824075419-phpapp02&#038;stripped_title=millionentausch-gypten-slideshare&#038;userName=Millionentausch" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse8991301" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=millionentauschslideshare-110824075419-phpapp02&#038;stripped_title=millionentausch-gypten-slideshare&#038;userName=Millionentausch" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/" target="_blank">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/Millionentausch" target="_blank">Millionentausch</a> </div>
</p></div>
<p><strong>Maori:</strong> Ahoi Roman. Über ein Jahr ist es her, dass Marcin und du den Millionentausch gestartet habt. Wie schätzt du den bisherigen Verlauf und die allgemeine Resonanz ein?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Gut, aber noch nicht welthitverdächtig. Gut ist: <a href="https://www.facebook.com/Millionentausch">1000 Fans auf Facebook</a>, jede Menge Blogleser, jede Menge Klicks auf YouTube. Aber – um es mal mit den Worten der FDP zu sagen – da ist noch Luft nach oben. :)</p>
<p><strong>Maori:</strong> Wobei die FDP erst aus dem Wasser auftauchen muss, bevor überhaupt an Luft zu denken ist. Ist Marcin noch involviert oder betreust du das Projekt zurzeit allein?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Nein. Marcin ist überhaupt nicht mehr involviert. Er was es nur kurz, ganz am Anfang. Vor allem, als es ums Layout ging. Die Sache mit den Texten und die Sache mit dem Tauschen und die Sache mit dem Organisieren und die Sache mit den sozialen Netzwerken – die wollte er lieber mir überlassen. Und dann ist er ja auch ziemlich schnell in die Schweiz ausgewandert.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Da kann er ja mal Millionentausch.ch ins Leben rufen, so als Ableger. Wie dem auch sei, hast du je wieder was von den bisherigen Tauschern gehört? Was aus der Schampusflasche, der Kamera oder ganz besonders den zwei Startsteinen geworden ist?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Da wäre er ein bisschen spät dran. In der Schweiz hat jemand schon ein ähnliches Projekt ins Leben gerufen. Es heißt aber Tauschmillion(är). Von den anderen höre ich ab und zu. Metzelder hat den DFB-Pokal gewonnen. <a href="http://www.millionentausch.de/2011/08/was-wurde-eigentlich-aus-tim-tigges/">Tim Tigges ist nach Südafrika ausgewandert</a>. </p>
<p><iframe width="430" height="248" src="http://www.youtube.com/embed/NyMrP41K-VI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Steine liegen als Altersvorsorge im Safe von Thomas. Die Kamera wollte Christoph Metzelder dem <a href="http://tus-haltern.de/">TuS Haltern</a> schenken – für deren Onlineprojekt. Über die Schampusflasche weiß ich nix. Aber eine innere Stimme sagt mir: Sie ist leer. :)</p>
<p><strong>Maori:</strong> Wenigstens einer, der was zu feiern hatte. Obwohl, beim Millionentausch gab es ja auch einige herrliche Momente. Einige davon wurden ja als Video veröffentlicht. Welche deiner zahlreichen Reisen waren besonders nett, besonders motivierend?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Wow. Du bist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arabella_Kiesbauer">Arabella Kiesbauer</a> des Skype-Journalismus. Was für eine Überleitung. :) Aber die Reisen waren alle spannend. Hab’ immer interessante Menschen getroffen. Und bei allen war es so ein Weihnachtsgefühl. Als hätte jemand mit dem Glöckchen geklingelt – und der Weihnachtsbaum mit den Geschenken steht am anderen Ende der Republik. Motivierend waren sie also alle. Aber auch verpflichtend. Jeder neue Tausch bedeutet ja: Es steht eine neue große Aufgabe an.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Inzwischen sind wir bei einer <a href="http://www.millionentausch.de/2011/08/mach-urlaub-in-agypten-und-die-welt-wird-ein-bisschen-besser/">traumhaften Ägyptenreise für zwei Personen</a> angekommen. Spinnen wir doch mal ein wenig herum, wer als Tauschpartner in Frage kommt. Die letzten Tauschpartner waren Unternehmen. Hast du schon ein paar Ideen, was ein weiteres großzügiges Unternehmen mit einer Zwei-Personen-Ägyptenreise anfangen könnte?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Damit könnte man jede Menge anfangen. Entweder man ist als Chef selbst urlaubsreif und fährt hin. Oder man verlost die Reise unter seinen Angestellten. Vielleicht gibt es ja auch einen, der sich extrem für das Unternehmen eingesetzt hat – und eine tolle Belohnung bekommen sollte. Aber natürlich könnte ein Unternehmen die Reise auch an seine Kunden verlosen. Die Möglichkeiten sind endlos. Mit „Hätte“, „Wäre“ und „Könnte“ könnte ich noch stundenlang weiter jonglieren. Was würdest du denn deinem Chef raten, wenn er die Reise ertauschen würde? Rumspinnen finde ich übrigens gut. Auch wenn das mit ’ner strukturierten Antwort nix mehr zu tun hat. Aber darum kümmert sich dann der Herr Interviewer, oder? Nicht, dass ich das neue Interviewdummchen der Nation werde. Hab’ ich jetzt meinen Interviewpartner kaputt gemacht? Och Menno!</p>
<p><em>(Stille.)</em></p>
<p><strong>Maori:</strong> War gerade Mittag machen. :) Als Belohnung für einen besonders engagierten Mitarbeiter finde ich die Reise hervorragend geeignet. Bald ist doch auch Weihnachten, oder? Was gibt es Schöneres, als auf einer Weihnachtsfeier unter den treuen Angestellten eine schöne Ägyptenreise zu verlosen? Damit meine zehn Millionen Leserinnen und Leser einen kleinen Orientierungspunkt haben: Wie viel ist die Ägyptenreise wert?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Ich dachte, du wärst schon bei 11 Millionen Lesern? Na ja, egal: Die Reise kostet mindestens 2500 Euro. Eher ein bisschen mehr, weil ja wirklich alles inklusive ist. Mit Hin- und Rückflug. Ich finde das einen guten Vorschlag mit der Verlosung auf der Weihnachtsfeier. Schlag das deinem Chef doch bitte mal vor.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Was ich an der Reise gut finde: Der Wert sinkt nicht wie beispielsweise bei Unterhaltungselektronikgeräten (Scrabble-Gewinnerwort). Sind schon einige interessante Tauschvorschläge eingegangen?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Aua. Da triffst du den wunden Punkt.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Also ja, welche denn? Ähm, okay. An dieser Stelle sollte sich jeder einmal fragen: Habe ich etwas Schönes zu tauschen und dringend Urlaub nötig? Gut. Was waren denn bisher die abstrusesten oder kuriosesten Tauschvorschläge?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Hmm. Die liegen schon ein Weilchen zurück. Je höher der Wert, desto weniger Tauschvorschläge trudeln bei mir ein. Am Anfang wurde mir mal ein altes, schimmeliges Sofa für die beiden Kieselsteine angeboten. Und eine Porzellanpuppe. Und eine alte Autogrammkarte von Stefan Raab.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Wobei ja jemand schon mal eine Autogrammkarte von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ansgar_Brinkmann">Ansgar Brinkmann</a> bis zu einem Auto hochgetauscht hat. Aber das Auto war weniger wert als die Ägyptenreise, insofern hast du es ja schon mal weiter gebracht. Kommen wir einmal zur wichtigen Arbeit der <a href="http://www.haensel-gretel.de/">Stiftung Hänsel + Gretel gegen Kindesmissbrauch</a>. Wieso gerade die, außer dass <a href="http://www.s-f.com/">Scholz &#038; Friends</a> bereits für die Stiftung gearbeitet hat?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Als ich noch bei S&#038;F gearbeitet habe, habe ich auch ab und zu etwas für Hänsel + Gretel gemacht. Ich kannte also die schwierige Arbeit, der sich die Kinderschutzstiftung stellt. Das muss man einfach unterstützen. Außerdem ist die Idee entstanden, als wir über die Stiftung Hänsel + Gretel gesprochen haben. Damals trat die Stiftung unter dem Motto „Kindesmissbrauch ist kein Märchen“ auf. In dem Zusammenhang habe ich mich mit Marcin über das Märchen von Hans im Glück unterhalten. Der tauscht einen Klumpen Gold, bis zwei Kieselsteine dabei herauskommen. Da fiel dann der Sat: „Hätte er es mal besser umgedreht gemacht.“ Zack – war die Idee geboren.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Die ich übrigens klasse und unterstützenswert finde. Verfolgen die Menschen bei Hänsel + Gretel die Aktion? Wie fiel und fällt die Resonanz von dieser Seite aus?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Hänsel + Gretel findet die Aktion klasse. Sie waren von Anfang an begeistert und haben dieses ganze Experiment immer wohlwollend zugelassen. Das ist ja nicht selbstverständlich. Immerhin kann es ja sein, dass das mit der Million nicht klappt. Wer weiß, vielleicht kommen nur 900.000 Euro zusammen? :)</p>
<p><strong>Maori:</strong> Ich glaube ja, dass Stiftungen wie Hänsel + Gretel von solchen originellen Aktionen sehr viel mehr haben als „nur“ die Summe, die unterm Strich stehen wird. Du bist inzwischen nicht mehr bei Scholz & Friends; wie sieht die Unterstützung deines <a href="http://www.undschwieger.com/">neuen Arbeitgebers</a> bezüglich deines Engagements aus? Oder ist das überhaupt kein Thema?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Mein Chef Marc Schwieger findet den Millionentausch super. Während der Arbeitszeit mal was posten oder das ein oder andere Telefonat zu führen, ist gar kein Thema. Ich muss meine Arbeit schaffen, aber für den Millionentausch darf ich nebenbei auch was machen. Anders wäre es auch gar nicht machbar. Ich habe also ’nen coolen Chef. Was den Effekt für die Stiftung angeht: Ich hoffe, dass es einen spürbaren gibt. Aber viel wichtiger ist doch, den Leuten klarzumachen: Auch mit wenig Aufwand kannst du Großes leisten. Das ist der Geist, den ich mit dem Millionentausch verbreiten will. Vielleicht zu viel gewollt. Aber probieren muss man das doch mal.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Zu viel gewollt finde ich die Aktion überhaupt nicht, auch wenn der Name die Vermutung nahe legt. Aber Fünftausendtausch oder Zwanzigtausendtausch klingt einfach nicht griffig. Ich meine mich daran zu erinnern, dass du mal geschrieben hast, dass du noch nicht genau weißt, wann du sagst: Jetzt ist genug, jetzt wird gespendet. Mal ehrlich: Wann wird gespendet? Erst bei der Million? Oder schon bei der halben?</p>
<p><strong>Roman:</strong> Na, das Ziel ist die Million.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Hoffen wir, dass der Euro so lange durchhält. Dann fordere ich hiermit meine Leserinnen und Leser auf, <a href="http://www.millionentausch.de/tauschen/">schöne Tauschvorschläge an den Millionentausch und damit an Roman zu schicken</a>. Und falls Sie sich Sorgen machen: Die Ecke Ägyptens, die zum Tausch angeboten wird, ist sicher. Eine Freundin von mir war gerade dort für einen Tauchurlaub. Roman, ich danke fürs Erste und werde in einigen Monaten wieder auf dich zukommen. Viel Erfolg.</p>
<p><strong>Roman:</strong> Ich hab aber auch noch ne Frage an dich.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Bitte.</p>
<p><strong>Roman:</strong> Was würdest Du als treuer Millionentausch-Begleiter mir für ’nen Tipp geben? Das Projekt funktioniert ja nur, wenn möglichst viele mithelfen. Was meinst Du? Was soll ich als nächstes machen, um die Ägyptenreise einzutauschen?</p>
<p><strong>Maori:</strong> Dazu müsste ich mir ein paar Gedanken machen. Unternehmen haben wir ja schon genannt. Oder man ruft gleich einen Wettbewerb aus: Liebe Fans und Kollegen, denkt euch bitte für uns eine supergünstige Guerilla-Kampagne aus, wie wir auf den Millionentausch aufmerksam machen können! Ich würde mitmachen. Du hast kein Reisebüro gefunden, das Kinderschutz vor Profit stellt? Dann könnten wir vielleicht ein paar Reisebüros mit Plakaten beglücken: „1 Woche Ägypten + Spenden für Kinder in Not.“ Es gibt Kleister im Baumarkt, die bombenfest kleben. Da hält so ein Plakat schon mal drei Wochen. :)</p>
<p><strong>Roman:</strong> Sehr schön. Immer mit einer guten Portion Liebe zum Untergrund.</p>
<p><strong>Maori:</strong> Untergrund ist vielleicht doch nicht so die tolle Idee, da es hier auch um Hänsel + Gretel geht. Nun denn, Ideen sind gefragt. Vielleicht hat ja jemand irgendwo noch einen Goldbarren oder Apple-Aktien herumliegen. Ich verabschiede mich. Und bedanke mich für das herzerfrischend lange Interview.</p>
<p><strong>Roman:</strong> Ja ja. Wenn zwei Texter aufeinander losgelassen werden, wird’s halt irgendwie nicht kurz.</p>
<p>Roman Jonsson (Jahrgang 1980) arbeitet als Creative Director bei undSchwieger, Hamburg. Davor war er jahrelang erfolgreicher Texter bei Scholz &#038; Friends Hamburg, wo ich ihn kennen und schätzen gelernt habe. </p>
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		<title>Aus anderer Sicht: Jakobsweg 2009</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Camino 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor genau zwei Jahren durch Nordspanien gelaufen bin, war ich bei weitem nicht der Einzige. Dafür hätte es jetzt auch keinen Blogeintrag gebraucht, ich weiß. Aber neben mir gibt es einen weiteren Menschen, der ein Buch über seinen Weg im September 2009 veröffentlicht hat: Hermann Wenzel. Ich habe Hermann nur einmal auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor genau zwei Jahren durch Nordspanien gelaufen bin, war ich bei weitem nicht der Einzige. Dafür hätte es jetzt auch keinen Blogeintrag gebraucht, ich weiß. Aber neben mir gibt es einen weiteren Menschen, der ein Buch über seinen Weg im September 2009 veröffentlicht hat: <a href="http://www.hermann-the-german.de">Hermann Wenzel</a>. Ich habe Hermann nur einmal auf dem Weg getroffen, kennen gelernt habe ich ihn erst nach dem Camino durch gemeinsame Weggefährten. Mit Interesse habe ich seither all seine Jakobswege und Wanderungen verfolgt, über die er ausführlich und mit wunderbaren Bildern garniert berichtet.</p>
<p>Vor einigen Tagen habe ich endlich sein Buch „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939829242/ref=as_li_qf_sp_asin_il?ie=UTF8&#038;tag=medi02de-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3939829242">Von einem, der auszog, das Pilgern zu lernen – Band 1: In 44 Tagen bis ans Ende der Welt</a>“ bestellt und in einem Rutsch durchgelesen. So konnte ich genau nachsehen, wann und wo wir uns über den Weg gelaufen sind: in Sahagún in der Herberge „Viatoris“. In seinem Buch tauchen zahlreiche Menschen auf, die auch mir begegnet sind. Es war spannend zu lesen, Wege zu rekonstruieren und Hermanns Gedanken und Empfindungen zu folgen. Dabei ist mir hauptsächlich aufgefallen, dass wir trotz unserer Unterschiede wie Alter, Nationalität und Glauben häufig dieselben Fragen gestellt oder ganz ähnliche Empfindungen verspürt haben.</p>
<p>Ich denke, dass Zweifel und elementare Lebensfragen altersunabhängig sind – wie ich bereits in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3839162122?ie=UTF8&#038;tag=medi02de-21&#038;linkCode=xm2&#038;camp=1638&#038;creativeASIN=3839162122">meinem Buch</a> schrieb. Deshalb unterhalten sich auf Camino ja auch Pilger jeder Altersschicht ohne Berührungsängste oder falsche Zurückhaltung miteinander. Im alltäglichen Miteinander könnte es ähnlich laufen, nur fühlen sich Menschen in Schubladen am wohlsten. Leider.</p>
<p>Mein Buch enthielt bis zur dritten Auflage Bilder; ich habe sie alle rausgeworfen, um 300 Seiten Text unterzubringen. Hermanns Buch enthält dagegen wunderbare Bilder seines Weges, und ich musste feststellen, dass ich viele ähnliche Dinge am Wegesrand fotografiert habe. Das Buch ist erhältlich oder bestellbar bei allen Buchhändlern, die anständige Bücher im Sortiment haben; natürlich auch bei Amazon.de. </p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939829242/ref=as_li_qf_sp_asin_il?ie=UTF8&#038;tag=medi02de-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3939829242"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3939829242&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=medi02de-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=medi02de-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3939829242" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939829242/ref=as_li_qf_sp_asin_il?ie=UTF8&#038;tag=medi02de-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3939829242">Hermann Wenzel: Von einem, der auszog, das Pilgern zu lernen – Band 1: In 44 Tagen bis ans Ende der Welt</a></p>
<p>124 Seiten Hardcover im Großformat 23 x 20,8 x 1,6 cm<br />
Erschienen bei Ratio Books Verlag<br />
ISBN-13: 978-3939829249<br />
Preis: gut angelegte € 14,95</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vom 220 auf 300 Seiten in vier Etappen</title>
		<link>http://www.weltgeschichte.org/2011/08/vom-220-auf-300-seiten-in-vier-etappen/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maori</dc:creator>
				<category><![CDATA[Camino 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mega-Bestseller „Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“ (bisher über 150 abgesetzte Bücher) geht in die vierte Runde. Diesmal allerdings wurden nicht nur einige Rechtschreibfehler korrigiert; das Buch wurde komplett überarbeitet. Statt 220 Seiten inklusive Fotos gibt es jetzt 300 Seiten reinen Text. Wesentlich ausführlichere Erläuterungen und zahlreiche verschollene Anekdoten machen das Buch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mega-Bestseller „Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“ (bisher über 150 abgesetzte Bücher) geht in die <a href="http://www.bod.de/index.php?id=296&#038;objk_id=319023">vierte Runde</a>. Diesmal allerdings wurden nicht nur einige Rechtschreibfehler korrigiert; das Buch wurde komplett überarbeitet. Statt 220 Seiten inklusive Fotos gibt es jetzt 300 Seiten reinen Text. Wesentlich ausführlichere Erläuterungen und zahlreiche verschollene Anekdoten machen das Buch zu einem wesentlich länger anhaltenden Lesevergnügen.</p>
<p><img src="http://www.weltgeschichte.org/wp-content/uploads/2011/08/9783839162125_cover159.jpg" alt="" title="Cover der vierten Auflage: Vom Schisser zum Glückspilz." width="159" height="252" class="alignnone size-full wp-image-347" /></p>
<p>Ich persönlich finde die vierte Auflage als die mit Abstand unterhaltsamste und hoffe auf zahlreiche Käuferinnen und Käufer. Das Buch kostet, da es nun wesentlich dicker ist, 5 Euro mehr. Dadurch steigt der Spendenbetrag pro Buch deutlich an. Auch bei der vierten Auflage gilt: Alle Einnahmen werden ohne Abzüge an die <a href="http://www.weltgeschichte.org/fuer_wen/">von mir unterstützten Organisationen</a> gespendet.</p>
<p>Bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3839162122?ie=UTF8&#038;tag=medi02de-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3839162122">Amazon kann man noch ein paar Exemplare der dritten Auflage für 13,90 Euro</a> ergattern. Über einige motivierende Rezensionen würde ich mich übrigens sehr freuen, ebenso über ehrliche und konstruktive Kritik. </p>
<p>Nachtrag 18. August: Alle alten Bücher bei Amazon sind nun weg. Jetzt hoffe ich mal, dass schnell die neue Auflage verfügbar sein wird.</p>
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